Schule und Jugendhilfe setzen auf Kooperation statt Konkurrenz

Hamburg: Ganztagsschulen in der Hansestadt sind auf dem besten Weg, Zentren für Bildungsbündnisse vor Ort zu werden. Zentrales Element für die Entwicklung erfolgreicher Ganztagsschulkonzepte ist die Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe. Die Stadtteilschulen Lohbrügge und Poppenbüttel sowie die Ganztagsschule St. Pauli und ihre jeweiligen Partner aus Vereinen, Verbänden und staatlicher Jugendhilfe machen vor, wie erfolgreiche Koopera­tionen im Ganztagsschulbetrieb aussehen können. Die drei Schulen haben sich neben 25 weiteren Bewerbern am von Schul- und Sozial­behörde ausgeschriebenen Wettbewerb „Kooperative Steuerung im Ganztag“ beteiligt und erhielten jetzt von Sozialsenator Dietrich Wersich je ein Preisgeld …
Beispielhaft für die Preisträger beschreibt Marianne Manhart (Leiterin der Stadtteilschule Poppenbüttel) den Weg ihrer Schule zur Ganztagsschule: „Im vergangenen Schuljahr hatten wir 30 Nachmittags­kurse im Angebot, an denen etwa ein Drittel unserer Schüler teilnahm. Mittlerweile können wir als offene Ganztagsschule 50 unterschiedliche Nachmittags­kurse anbieten. Die Hälfte unserer Schüler nimmt dieses Angebot an, Tendenz steigend.“ Das alles hätte die Schule nicht geschafft, wenn sie nicht mit Menschen und Vereinen kooperiert hätte.
„Ganztagsschulen sind ein zentraler Baustein für die Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt“, sagt Sozialsenator Dietrich Wersich (CDU).

(Claudia Eicke-Diekmann, Hamburger Abendblatt, 1.12.10, Seite 15, gekürzt)

 

 

 

Zurück zur vorigen Seite