Erst
ungenügend
dann
sehr gut

Es geht um Chancen, Gleichheit, um den eigenen Willen. An der Stadtteilschule Kirchdorf haben 800 von 1000 Schülern eine andere Muttersprache als Deutsch. Drei von ihnen begannen als Schulversager und kämpften sich jetzt zum Einser-Abitur. Eine Erfolgsgeschichte. (…)

Die Stadtteilschule Kirchdorf liegt im „Problemquartier“ Wilhelmsburg, doch das Milieu schafft einen positiv prägenden Raum, die Stadtteilschule – ehemalige Gesamtschule – Kirchdorf. … Der gute Ruf der Schule spreche sich herum und ziehe Pädagogen aus ganz Hamburg und Umgebung an. Schulleiter Giese: „Die Kollegen, die bei uns ihr Referendariat gemacht haben, sind geblieben.“ (…)

Der Hamburger Schul-TÜV („Schulinspektion“) bewertet die Arbeit der Schule als hervorragend, insbesondere im Bereich „Unterrichten, Lernen, Erziehen“. (...)

Die Stadtteilschule funktioniert nach dem alten Prinzip der Gesamtschule. Das Motto: jedem Schüler seine Chance. Alle Schüler, gleich wie stark oder schwach, lernen zusammen. Darunter differenziert die Stadtteilschule den Unterricht entsprechend den Stärken und Schwächen der Schüler in Einser-Kurse auf Gymnasial- und guten Realschulniveau und Zweier-Kurse auf schlechtem Real- und Hauptschulniveau. (…)

Darüber hinaus hat die Schule als eine der ersten in Hamburg … individualisierte Unterrichtsmethoden eingeführt: Der einzelne Schüler lert innerhalb des Lernniveaus selbständig in eigenem Tempo, wiederum entsprechend seinen Fähigkeiten. Frontalunterricht gibt es nicht. Der Lehrer versteht sich als Lerncoach für seine Schüler … Die Idee: Der Pädagoge holt jeden Schüler dort ab, wo er steht … (…)

(Gekürzt und leicht verändert)

Claudia Eike Diekmann, Hamburger Abendblatt, 13.04.11, Seite 6

 

 

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