"Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Berufsschulen in Hamburg gegründet - von der Wirtschaft. Erst nach mehrfacher Aufforderung war der Senat 1867 bereit, die Schulen in seine Regie und Verantwortung zu übernehmen. Insofern ist der Wiedereinstieg der Wirtschaft in die Verantwortung für die Berufsschulen eine Rückkehr zu den Wurzeln. [Zu den Wurzeln? Dann werden demnächst wohl auch wieder ausgemusterte Soldaten die Kinder an den allgemeinbildenden Schulen unterrichten, die dann sukzessiv in Zwergschulen umgewandelt werden. KPS.]
Heute gibt es in Hamburg 48 Berufsschulen, aufgeteilt nach Handels- und Gewerbeschulen entsprechend ihrer kaufmännischen oder handwerklichen Ausrichtung. Von den knapp 60 000 Schülern im Jahr 2001 waren gut 35 000 in der dualen Ausbildung. Der Rest verteilte sich auf so genannte vollzeit-schulische Angebote ohne betrieblichen Anteil: Berufsfachschulen, Fachschulen, Fachgymnasien, die Schulen des Gesundheitswesens und das Berufsvorbereitungsjahr. An den Berufsschulen wird in Abstimmung mit den Betrieben entweder im Teilzeit- oder im Blockunterricht gelernt. pum"
Quelle: Hamburger Abendblatt, "Im Gespräch", 19./20. Juli 2003, Seite 2
Der Lehrerverband DL-H will gegen die Berufsschulreform juristisch vorgehen. DL-H Vorsitzender Arno Becker: "Es handelt sich um ein verfassungswidriges Funktionärsmodell zu Lasten der Schüler." Er kritisiert, dass "WirtschaftsvertreterInnen" (sprich UnternehmerInnen) und nicht die Lehrkräfte im obersten Beschlussorgan der einzelnen BSH die Mehrheit haben. (Hamburger Abendblatt, 28.8.03, Seite 15)
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