Drogen

Droge < niederdeutsch dröge, drööch trocken, niederl. droogh (frz. droguerie Dörren von Heringen), also „trockene Dinge“, zum Beispiel „trockene Kräuter“

 

Politik

„In der Drogenpolitik gilt der Grundsatz: Alle Hilfe für Süchtige, alle Härte gegen Dealer.

·       Die Einrichtung weiterer Fixerstuben erfolgt szenenah und mit möglichst geringer Beeinträchtigung der Bevölkerung, ggf. auf Krankenhausgeländen. Nicht frequentierte Standorte werden geschlossen. Da Fixerstuben der Hilfe und dem Ausstieg dienen sollen, wird der Handel mit Drogen im Umfeld dieser Einrichtungen besonders intensiv bekämpft.

·       In den Strafvollzugsanstalten werden zukünftig keine Spritzen mehr ausgegeben. Den Süchtigen werden verstärkt ausstiegsorientierte Hilfen, z. B. verbesserte Therapiemöglichkeiten, angeboten. Dies schließt eine kontrollierte Substitution unter medizinischer Aufsicht ein.

·       Unter Ausnutzung aller strafprozessualen Maßnahmen wird gegen Dealer vorgegangen. Offene Drogenszenen werden nirgendwo toleriert. Insbesondere der Drogenhandel vor Schulen wird unterbunden.

·       Zur Beweissicherung werden nach dem Vorbild Bremens ohne lokale Beschränkung konsequent Brechmittel eingesetzt.

·       Es ist ein verstärkter Einsatz verdeckter Ermittler vorgesehen, u. a. von Personen, die den entsprechenden ethnischen Gruppen angehören.

·       Durch eine bessere technische, personelle und finanzielle Ausstattung der Polizei und Staatsanwaltschaft wird gewährleistet, effizienter gegen Straßendealer vorgehen zu können. Dazu gehören auch verstärkte Scheinkäufe durch die Polizei.

·       Die Verfahren gegen Straßendealer, die jeweils nur mit kleinen Drogenmengen aufgegriffen werden, werden bei jeweils einem Staatsanwalt gebündelt, um eine bessere Strafverfolgung wegen gewerbsmäßigen Handels zu gewährleisten.

·       Nationale und internationale Polizeiorganisationen werden besser vernetzt.

·       Es wird ein regelmäßiger Austausch aller Verantwortlichen aus den verschiedenen Behörden und Drogenhilfeeinrichtungen installiert, um die Abstimmung in der Drogenpolitik, vergleichbar der „Frankfurter Montagsrunde“, zu verbessern.

Ziel aller Hilfs- und Therapieangebote für Süchtige ist der Ausstieg und die Drogenfreiheit. Unter dieser Voraussetzung erfolgt die Substitution von Drogensüchtigen. Neue ausstiegsorientierte Modelle (wie z.B. Akupunktur) werden vorangetrieben. Der Missbrauch des Methadonprogramms wird konsequent u.a. durch die Reduzierung auf Eintagesdosen bekämpft. Die Substitution wird begleitet durch eine psycho-soziale Betreuung.“

(aus der Koalitionsvereinbarung von CDU, Schill-Partei, FDP, 2001)

 

 

Schulalltag

„Nicht als Allheilmittel, aber als eine konkrete Möglichkeit, Halt, Verlässlichkeit, Spannung und auch Freude zu geben, setzt die Reformschule auf Rituale.

Rituale strukturieren nicht nur den Unterricht und/oder gliedern die Schulzeit, sondern transportieren durch ihre Symbolhaftigkeit auch emotionale Erlebnisse.“
(aus dem Konzept der Reformschule, 1994)

 

 

Hilfe

Hamburg beteiligt sich am Ausstiegsprogramm „Quit the shit“.
Die Suchtberatungsstelle „Die Boje“ in Eimsbüttel“ und das Beratungszentrum „Seehaus“ bieten den Informations- und Beratungsservice an, der sich an Cannabis-KonsumentInnen richtet. Die Begleitung erfolgt 50 Tage lang kostenlos und anonym. (Hamburger Abendblatt, 28.6.06, Seite 13)
Im Internet unter www.drugcom.de

 

 

Designer-Drogen

Durch diese Drogen erfolgen massive Schädigungen an Psyche und Nervensystem. Sie werden nicht aus Pflanzen gewonnen, sondern aus chemischen Grundstoffen zusammengesetzt, z.B. Narkosemitteln, Antidepressiva, Methamphetaminen, Amphetaminen (ursprünglich Schnupfen- und Schmerzmittel). Bei Einnahme entwickeln sich Persönlichkeitsstörungen wie Depressionen, Psychosen, Halluzinationen, Angstzustände, Panikattacken, Suizidgefährdung. Drogenkonsumenten können sterben an Hirninfarkt, Hyperthermie (sehr hohem Fieber) oder multiplem Organversagen. Die Drogen heißen 2C-B, DMT, Ecstasy, GHB/Liquid Ecstacy, LSD, MCPP, PCP (Engelsstaub), PMA, usw.
Im Internet unter http://drug-infopool.de/   

 

 

Informationen zu legalen und illegalen Drogen und Suchtberatungsstellen www.suchtmittel.de

Aktion „Keine Macht den Drogen“ www.kmdd.de

Anti-Drogen-Kampagne der Polizei Tel. 040 428 65 66 77

Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung: Tel. 0221 899 20 www.bzga.de

Drogeninformationstelefon: Tel. 040 41 92 38 18

 

Siehe auch die Stichwörter
Gewalt,
Kriminalität
Rauchen,
Sucht

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