Gesunde Ernährung, Pausenbrot

Die Ärztekammer Hamburg hat gemeinsam mit der AOK Rheinland-Hamburg
das Präventionsprogramm
„Gesund macht Schule“
ins Leben gerufen (seit 2008). Je nach Bedarf können Schulen unterschiedliche Bausteine des Konzepts nutzen. Es gibt Unterrichts- und Informationsmaterial, zum Beispiel „Mein Körper beim Arzt“, „Bewegung und Entspannung“ oder „Essen und Ernährung“ sowie Fortbildungsangebote. (Hamburger Abendblatt, 23.3.10, Seite 14)

 

Das gesunde Pausenbrot nicht nur für Schulkinder
Was fit macht und schmeckt
Für die Kinder heißt es morgens früh aufzustehen, zu frühstücken, die Schultasche zu packen und ab zur Schule.

Aber nicht vergessen: Eine gesunde Frühstücksmahlzeit für die Pause sollte Ihr Kind unbedingt mitnehmen. Es gehört auch dann in den Schulranzen, wenn Ihr Kind bereits zu Hause üppig gefrühstückt hat. Als zweites Frühstück liefert es den nötigen Energienachschub für die zweite Vormittagshälfte und bietet eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Kinder leistungsfähig bleiben und aufmerksam und fit dem Unterricht folgen können.

Bei Kinder, die morgens kaum einn Bissen herunterkriegen und vielleicht nur ein Glas Milch, Kakao oder Fruchtsaft trinken, sollte das Pausenfrühstück besonders reichhaltig ausfallen.

Zu einem gesunden Pausenfrühstück gehören vier Komponenten:

Die Basis bildet Getreide in Form von zum Beispiel Vollkornbrot, Mehrkornbrot oder Müsli.Vollkornbrot oder -brötchen sind nicht nur gesünder als Weißmehlprodukte, sie schmecken auch herzhafter und werden nicht so schnell pappig.

Beim Brotbelag sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Als pikante Auflagen eignen sich magere Wurst- und Käsesorten ebenso wie Frischkäse bestreut mit Kresse, gehackten Nüssen oder belegt mit Salatblättern, Tomaten oder Radieschen. Süße Brotaufstriche wie Marmelade, Honig, Nougat-Creme oder Bananen sind weniger empfehlenswert. Die Kinder sollten sich nach ihrem Verzehr die Zähne putzen können.

Müsli mögen viele Kinder, es sättigt anhaltend und liefert viele wertvolle Inhaltsstoffe. Bei Fertigmischungen sollten Sie vor dem Kauf jedoch einen kritischen Blick auf die Zutatenliste (siehe weiter unten) werfen. Zucker, Honig und Schokolade sollten in Müslimischungen nicht enthalten sein.

 

Zum gesunden Pausenfrühstück gehört außerdem fettarme Milch oder ein fettarmes Milchprodukt, zum Beispiel Naturjoghurt oder Dickmilch.

 

Frisches Obst oder knackiges Gemüse ergänzen den Pausenimbiß. Mundgerecht in Stücke geschnitten oder originell zubereitet als Gemüsespiess oder Zauberapfel, schmecken sie noch einmal so gut.

 

Komplettiert wird der Pausensnack durch ein Getränk: Mineralwasser, ungesüßte Früchte- oder Kräutertees oder verdünnte Fruchtsäfte sind gute Durstlöscher. Fruchtsaftgetränke, Fruchtnektare, Colagetränke und Limonaden dagegen schmecken sehr süß und sollten nicht mitgegeben werden.

Schoko- und Müsliriegel und Kinder-Schnitten enthalten viel Zucker, aber meist nur wenig Balaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine. Sie zählen zu den Süßigkeiten und sind keine gesunden Pausensnacks.

(Quelle:aid, Ute Gromm)

Quelle: www.feel-beauty.de/Journal/Pausenbrot/pausenbrot.html
 

 

Die Zutatenliste ("Ingredients"), oft in einer Falte der Verpackung versteckt, zeigt sofort, ob etwas gesund ist. Die Zutaten stehen übrigens in der Reihenfolge ihres Anteils im Produkt, d.h. am Anfang stehen die Hauptbestandteile.
Beispiel: milk chocolate (sugar, cocoa butter, chocolate, lactose, skim milk, milkfat, soy lecithin, artificial flavor), peanuts, corn syrup, sugar, skim milk, butter, milkfat ... (Zucker und Fett tauchen hier gleich mehrfach auf.)

Empfehlung: Elternräte sollten nach Möglichkeit einmal im Jahr eine Veranstaltung zu diesem Thema anbieten, um Eltern für dieses Thema zu sensibilisieren. Als Referent/in kann ein/e Ökotropholog/in eingeladen werden.
Wünschenswert ist sicher, wenn auch im Unterricht regelmäßig Aspekte des Themas behandelt werden (dabei ist eine fächerübergreifende Zusammenarbeit anzustreben; Projekte erlauben freies Arbeiten).

 

 

Zehn goldene Regeln (für alle für eine gesunde Ernährung)

1. Vielseitig essen

Kombinieren Sie nährstoffreiche und energiearme Produkte zu ausgewogenen, abwechslungsreichen und nicht zu großen Mahlzeiten.

2. Reichlich Getreideprodukte und Kartoffeln

Brot, Nudeln und Reis - am besten aus Vollkorn - und Kartoffeln enthalten kaum Fett, aber reichlich Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente sowie Ballaststoffe. Wichtig ist, diese Produkte mit fettarmen Zutaten zu essen.

3. Genug Gemüse und Obst

Fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag, möglichst frisch und kurz gegart, versorgen Sie mit ausreichend Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen.

4. Täglich Milch und Milchprodukte; Fisch, Fleisch und Eier in Maßen

Diese Lebensmittel enthalten wertvolle Nährstoffe wie Calcium und Fettsäuren. 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche decken den Bedarf an Eisen und den Vitaminen B1, B6 und B12. Und: Essen Sie fettarme Fleisch- und Milchwaren!

5. Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel

Fett und fetthaltige Lebensmittel liefern lebensnotwendige Fettsäuren und enthalten fettlösliche Vitamine. Zu viel Fett aber verursacht Übergewicht. Besser sind pflanzliche Öle und Fette (zum Beispiel aus Raps und Soja). Vorsicht vor "versteckten" Fetten in Fleisch, Wurst und Süßwaren sowie in Fast-Food- und Fertigprodukten, 60 bis 80 Gramm Fett pro Tag reichen aus.

6. Zucker und Salz in Maßen

Verzehren Sie Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel oder Getränke nur gelegentlich. Würzen Sie mit Kräutern anstelle von Salz.

7. Viel trinken

Rund anderthalb Liter sollten Sie jeden Tag trinken. Wasser und andere kalorienarme Getränke sind zu bevorzugen. Alkohol sollte nur gelegentlich und in kleinen Mengen konsumiert werden.

8. Schonende Zubereitung

Das kurze Garen auf niedriger Flamme mit wenig Wasser und Fett erhält den natürlichen Geschmack der Lebensmittel und schont die Nährstoffe.

9. Ruhe und Genuss beim Essen

Lassen Sie sich bewusst Zeit beim Essen - das macht Spaß und fördert das Sättigungsgefühl.

10. Dreißig Minuten Sport

Eine ausgewogene Ernährung und 30 bis 60 Minuten Sport pro Tag fördern Gesundheit und Wohlbefinden.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.

hpjl

Quelle: www.abendblatt.de/daten/2007/05/10/738122.html  vom 10. Mai 2007

 

 

Schulkantine contra Schnellimbiss: www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/16646

Amt für Gesundheit und Verbraucherschutz : www.gesundheit.hamburg.de

Hamburger Netzwerk Schulverpflegung: www.gesundheitsfoerderung.hamburg.de

Das richtige Essen und Trinken in der Schule: www.trinken-im-unterricht.de

Der Frühstück-Club: www.fruehstueck-clubs.de mit Abschubfinanzierung

Forschungsinstitut für Kinderernährung: www.fke-do.de

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: www.schuleplusessen.de

Das Richtige essen und trinken (für das Recht der Bürgerinnen und Bürger auf saubere und unverfälschte Lebensmittel): www.foodwatch.de

Esslust statt Essfrust
Kinderkochschule Hamburg, Daimlerstr. 75a, Tel. 33 31 08 60 www.kochschule-hamburg.de
Kinderküche, Langenfelder Damm 14, Tel. 28 51 08 57, www.diekinderkueche.de/hamburg
Die kleinen Kochmützen, Arnoldstr. 47, Tel. 39 10 97 14, www.diekleinenkochmuetzen.de

Kochbuch für Austauschschüler „Heimweh kann so lecker sein“ (ISBN 978-3-8391-9249-8), 16,90 € bei www.kochbuch-austauschschueler.jimdo.com

 

Essstörungen (Anorexie/Magersucht, Bulimia nervosa/Bulimie, Binge Eating Disorder/Essanfälle, Adipositas/Fettleibigkeit)
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.bzga.de → Infomaterialien - Präventionskampagne „Gut drauf!“
www.bzga-essstoerungen.de, anonyme Telefonberatung: Tel. 0221-89 20 31
www.bzga-essstoerungen.de/beratungsstellen
www.ab-server.de kostenlose und anonyme Beratung
www.aeggf.de, Tel. 0211-5830 0260
www.anad-pathways.de, Selbsttest
www.essfrust.de kostenlose und anonyme Beratung
www.ess-stoerungen.net kostenlose und anonyme Beratung

www.essstoerungen-frankfurt.de, Tel. 069-55 01 76
www.hilfe-fuer-frauen.de dort gibt es das Buch „Jill - Eine Botschaft für Betroffene mit Essstörungen“ (211 Seiten)
www.hungrig-online.de kostenlose und anonyme Beratung
www.jugendschutz.net (Fach-Broschüren zum Thema Anorexie/„Pro-Ana“)
www.kinderaerzte-im-netz.de
BodyTalk – bundesweites Präventionsprogramm für Schulen (Fortbildungsangebote, Workshops):
www.essstoerungen-frankfurt.de/bodytalk
Moby Dick Netzwerk, Tel. 32 52 52 38, www.mobydicknetzwerk.de

Body-Maß-Index (BMI) für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Der Body Mass Index (BMI) beschreibt das Verhältnis von Körpergröße zu Körpergewicht.
Formel: BMI = Körpergewicht in kg / (Körpergröße in m)²
www.bzga-essstoerungen.de/index.php?id=106
BMI-Rechner: www.bzga-essstoerungen.de/index.php?id=208

Siehe auch die Stichwörter
Beratungsdienste
Schulverpflegung

 

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