Zahlen zum Schulsystem
Bundesländer im Vergleich

hier: Klassengröße (laut KMK-Statistik)
Anmerkung
: Günstige Schüler-Lehrer-Relationen trotz tatsächlich übergroßer Klassen werden von PolitikerInnen damit begründet, dass die in den Schulen und in den Rebus-Dienststellen arbeitenden Sozialpädagoginnen, Erzieherinnen und Lehrkräfte gezielt nach der Notwendigkeit vor Ort eingesetzt werden, also dort ankämen, wo sie gebraucht würden. Die tägliche Erfahrung der Eltern ist jedoch eine andere: Unterrichtsausfall, so große Klassen, dass ein regulärer Unterricht nicht mehr möglich ist usw.
Lehrerverbände sprechen davon, dass die günstige Schüler-Lehrer-Relation mit immenser Erhöhung der Lehrerarbeitszeit erkauft wurde.

Schuljahr 2010/11, Hamburg:
Klassenfrequenzen werden nochmals reduziert: In keiner Klasse werden mehr als 23 Schüler/innen unterrichtet. In KESS I und II-Schulen wird die Obergrenze sogar auf 19 Kinder festgelegt. Die neuen Klassenfrequenzen werden für alle 1. Klassen wirksam und wachsen dann Jahr für Jahr durch.

Durchschnitt der Klassengrößen in Hamburg: 1. Klasse 20,17, 5. Klasse Stadtteilschule 21,68, 5. Klasse Gymnasien 27,57. (Hamburger Abendblatt, 18.01.12, Seite 1 und 7)

In der Schüler-Lehrer-Relation werden staatliche und private Schulen zusammengefasst:
An staatlichen Schulen wurden zwischen 2001 und 2006 848 Lehrerstellen abgebaut, gleichzeitig nahm die Zahl der SchülerInnen um 2045 zu (2006/07: 13 676/221 507).  
An privaten Schulen wurden zwischen 2001 und 2006 228 Lehrerstellen mehr ausgewiesen, gleichzeitig nahm die Zahl der SchülerInnen um 2661 zu (2006/07: 1271/19 193).
Die Schüler-Lehrer-Relation stieg laut Bürgerschaftsdrucksache 18/7829 von 15,2 (2001) auf 16,1 (2006).
Die Schüler-Lehrer-Relation in Deutschland liegt über dem OECD-Mittelwert und über dem EU-Mittelwert von 2005 (19 Mitgliedsländer):
Primarstufe: 18,8 (BRD), 16,7 (OECD), 14,9 (EU-19)
Sekundarstufe I: 15,5, 13,7, 11,9
Sekundarstufe II: 14,0, 13,0, 11,8
(GGG-Gesamtschul-Kontakte 3/2008, Seite 20)

Schulreform Hamburg: ab Schuljahr 2009/10: Die Basisfrequenz in den Klassen 1-3 in sozialen Brennpunkten liegt bei 18 (plus 10% als Höchstwert).
In den anderen Schulen liegt sie bei 23 Schülern in einer Klasse (ebenfalls plus 10% als Höchstwert).
Die Klassengrößen an den Primarschulen werden rechtlich verbindlich auf höchstens 23 Schüler gesenkt. In sozial benachteiligten Gebieten (KESS I und II) wird die Klassenfrequenz auf 19 Kinder gesenkt. (Newsletter der GAL-Bürgerschaftsfraktion Ressort Schule, Berufs- und Weiterbildung März 2010)

Klassengröße Grundschulen

2001

2006

 

 

 

Hamburg

23,6

25,1

Bremen

 

22,2

Schleswig-Holstein

 

21,8

Niedersachsen

 

21,1

 

 

 

Bundesdurchschnitt

22,2

22,1

 

Klassengröße weiterführende Schulen

 

2006

 

 

 

Hamburg

 

25,6

Nordrhein-Westfalen

 

26,5

 

 

 

Bundesdurchschnitt

 

25,0

(Hamburger Abendblatt, 04.02.08, Seite 12)

 

Siehe auch:
Bildungsausgaben in Deutschland und in Hamburg
Lehrermangel
Schulbau

Zurück zur vorigen Seite