Neonazis und "Dresscodes"

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Schule verbietet geheimen Dresscode

Eine Realschule im schwäbischen Weinstadt hat genug von rechtsextremen Symbolen. Für die Schüler stehen jetzt Bomberjacken mit "88"-Aufnähern und bestimmte Marken wie Thor Steinar oder Lonsdale auf dem Index. Juristisch ist das heikel, und die Dresscodes von Jugendlichen sind für Lehrer wie Eltern schwer zu durchschauen.

Von Carola Padtberg

Es ist eine Art Geheimsprache, in der jugendliche Extremisten ihre braune Gesinnung demonstrieren. Auf ihren Hemden, Jacken oder Mützen tragen sie Schriftzüge wie Consdaple, Thor Steinar, Lonsdale oder Pitbull [LONSDALE]. In Kombination mit Bomberjacken und Springerstiefeln sind die Klamotten auf vielen Schulhöfen zu beobachten - es ist eine Art Dresscode für Neonazis. Aber nicht selten begreifen jüngere Schüler die Zeichen eher als Modegag und ahmen die fragwürdigen Vorbilder nach. Eine Schule in Baden-Württemberg hat nun das Tragen dieser Marken verboten - und lässt damit die Diskussion um die schulische Kleiderordnung wieder aufleben.

Seit Beginn dieses Schuljahres bemerkten die Lehrer der Reinhold-Nägele-Realschule in Weinstadt immer häufiger martialische Outfits an ihren Schülern. "Etwa zehn Jungen trugen regelmäßig rechtsradikale Embleme", erzählt Schulleiterin Antje Fröhlich gegenüber SPIEGEL ONLINE. Die Schüler ließen über "Consdaple" Hemden ihre Bomberjacken offen, so dass auf dem T-Shirt das Kürzel "NSDAP" zu sehen war. Oder sie nähten sich die Zahl 88 auf die Jacke - das steht für den Gruß "Heil Hitler" (weil H der achte Buchstabe im Alphabet ist). Einmal fand die Rektorin sogar Hakenkreuze an der Klassenzimmerwand.

Ahnungslose Eltern

Zum Eklat kam es, als ein Neuntklässler mit dem Schriftzug "European Master Race" auf der Jacke mit zu einer Betriebsbesichtigung wollte. Sein Klassenlehrer weigerte sich, ihn in dieser Jacke mitzunehmen. Daraufhin meldete sich der Vater des Jungen: Er wolle die Auflage nicht akzeptieren, solange sie nicht in der Schulverordnung festgeschrieben sei. Der Vater beteuerte, sein Sohn habe kein Interesse an Politik und trage die Kleidung nur, weil sie ihm gefalle. Auch die Mutter des Schülers hatte von der rechten Symbolik der Kleidung nichts geahnt.

Für die meisten Erwachsenen sind Codes aus radikalen Szenen eine Fremdsprache. Die Agentur für soziale Perspektiven hat dazu die Broschüre "Das Versteckspiel" veröffentlicht. Demnach gibt es mehr als 120 Zeichen, die verdeckt oder offen ausdrücken, dass der Träger mit Nazi-Gedankengut sympathisiert. Dazu gehören etwa Eiserne Kreuze, Springerstiefel mit weißen Schnürsenkeln, die Zahlen 18 (für Adolf Hitler) und 28 (für die verbotene Organisation "Blood & Honour") sowie Bomberjacken der Marke Alpha Industries und Hemden des Designers Ben Sherman.

Persönliche Freiheit eingeschränkt?

In der Endersbacher Realschule beschlossen Schüler, Eltern und Lehrer in einer Schulkonferenz mit zehn Ja-Stimmen, zwei Enthaltungen und ohne Gegenstimmen das Verbot dieser NS-Symbole - eine eindeutige Mehrheit also. Rechtlich beruft sich Rektorin Antje Fröhlich auf das baden-württembergische Schulgesetz. Danach ist die Schule befugt, Dinge zu verbieten, die den Schulfrieden stören oder das Image nach außen gefährden.

An der Weinstädter Realschule dürfen die Schüler zwar weiter Bomberjacken tragen, aus Sicht der Schule ist das kein eindeutiger rechtsextremer Dresscode. Die Aufnäher hätten die Schüler aber wieder abgetrennt, berichtet Rektorin Fröhlich. Sie und die anderen Lehrer haben sich schwierige Entscheidungen aufgeladen: Springerstiefel zum Beispiel können - je nach Kombination mit der übrigen Kleidung - zulässig sein oder nicht. Darüber befindet die Schule im Einzelfall.

Vereinzelt haben andere Schulen in Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern schon vor Jahren den Nazi-Look verboten. Es handelt sich aber nur um eine Handvoll der bundesweit rund 40.000 Schulen.

Juristisch ist das Thema heikel. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) mahnte, Verbote könnten die Persönlichkeitsrechte einschränken. Zudem sei die Grenzziehung ausgesprochen schwierig: "Viele Codes kennen die Lehrer doch gar nicht", sagte VBE-Sprecher Michael Gomolzig. Ohnedies sei es wichtiger, die Kinder schon in der Grundschule mit dem Thema Rechtsradikalismus vertraut zu machen. Denn "wenn sie Bomberjacken und Springerstiefel tragen, ist es zu spät".

Eine landesweite Regelung hat das Kultusministeriums Baden-Württembergs ausgeschlossen. "Die Schule hat eigentlich nicht über modische Fragen zu entscheiden. Das ist die persönliche Entscheidung jedes Menschen", sagte ein Sprecher des Ministeriums. Über ein Verbot könne aber jede Schule individuell und für jeden Einzelfall entscheiden. Wiesen Embleme wie SS-Runen und bestimmte Marken eindeutig auf die rechtsextreme Szene hin, sei ein Verbot gerechtfertigt und verletze nicht das Persönlichkeitsrecht. Auch der Landeselternbeirat sprach sich für ein Verbot in den Fällen aus, in denen vorbeugende Gespräche scheitern, warnte aber vor "Gesinnungsschnüffelei".

Rektorin Fröhlich will erreichen, dass Schüler und Lehrer ins Gespräch kommen. Die Atmosphäre an der Weinstädter Realschule beschreibt sie als behütet. "Noch ist unsere Schule eine Insel der Seligen", sagt Fröhlich, "das muss ich retten."

 

Quelle: © SPIEGEL ONLINE zusammen mit GMX, im April 2005
http://www.gmx.net/sidbabhddg.1112602541.17275.vl885d27in.68F/de/themen/beruf/bildung/schule/881816,cc=000000055900008818161ZUQwf.html

 

Strafgesetzbuch

Besonderer Teil (§§ 80 – 358)

1. Abschnitt – Friedensverrat, Hochverrat und Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates (§§ 80 - 92b)

3. Titel – Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates (§§ 84 - 91)

 

§ 86
Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen

(1) Wer Propagandamittel

1. einer vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärten Partei oder einer Partei oder Vereinigung, von der unanfechtbar festgestellt ist, dass sie Ersatzorganisation einer solchen Partei ist,

2. einer Vereinigung, die unanfechtbar verboten ist, weil sie sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder gegen den Gedanken der Völkerverständigung richtet, oder von der unanfechtbar festgestellt ist, dass sie Ersatzorganisation einer solchen verbotenen Vereinigung ist,

3. einer Regierung, Vereinigung oder Einrichtung außerhalb des räumlichen Geltungsbereichs dieses Gesetzes, die für die Zwecke einer der in den Nummern 1 und 2 bezeichneten Parteien oder Vereinigungen tätig ist, oder

4. Propagandamittel, die nach ihrem Inhalt dazu bestimmt sind, Bestrebungen einer ehemaligen nationalsozialistischen Organisation fortzusetzen, im Inland verbreitet oder zur Verbreitung im Inland oder Ausland herstellt, vorrätig hält, einführt oder ausführt oder in Datenspeichern öffentlich zugänglich macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Propagandamittel im Sinne des Absatzes 1 sind nur solche Schriften (§ 11 Abs. 3), deren Inhalt gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung oder den Gedanken der Völkerverständigung gerichtet ist.

(3) Absatz 1 gilt nicht, wenn das Propagandamittel oder die Handlung der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dient.

(4) Ist die Schuld gering, so kann das Gericht von einer Bestrafung nach dieser Vorschrift absehen.

§ 86a
Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer 1. im Inland Kennzeichen einer der in § 86 Abs. 1 Nr. 1, 2 und 4 bezeichneten Parteien oder Vereinigungen verbreitet oder öffentlich, in einer Versammlung oder in von ihm verbreiteten Schriften (§ 11 Abs. 3) verwendet oder

2. Gegenstände, die derartige Kennzeichen darstellen oder enthalten, zur Verbreitung oder Verwendung im Inland oder Ausland in der in Nummer 1 bezeichneten Art und Weise herstellt, vorrätig hält, einführt oder ausführt.

(2) Kennzeichen im Sinne des Absatzes 1 sind namentlich Fahnen, Abzeichen, Uniformstücke, Parolen und Grußformen. Den in Satz 1 genannten Kennzeichen stehen solche gleich, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sind.

(3) § 86 Abs. 3 und 4 gilt entsprechend.

 

§ 130 Volksverhetzung

§ 131 Verherrlichung von Gewalt, Aufstachelung zum Rassenhass

§ 189 Verhöhnung der NS-Opfer

 

Wortfelder Rechtsextremismus/Rechtsradikalismus
Wortfeld "Selbstdarstellung": Information, Wahrheit, Wissen, Deutschland, Patriot, Patriotismus, Nationalismus, frei, sozial, national, nationaler Widerstand (Persiflage: „nationaler Viehbestand"), Nationaldemokratie, Sicherheit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Fleiß, Gehorsam, Zucht, Ruhe, Ordnung, Kameradschaft, Sauberkeit, Naturschutz, Umweltschutz, Tierschutz, Natur, Gerechtigkeit, Gesetz, Recht, Partei, Familie, Sippe, Gau, Volk, Vaterland, Heimat, Nation, Familienpolitik, Arbeit, Vollbeschäftigung, Frieden, Kultur, Sprache, Deutsche Sprache, Sturmfront, White Power
Invasion von Fremden, „Überfremdung", „multikriminell"
Als „nicht passend" werden hier nicht aufgeführt diese Sekundärtugenden: Höflichkeit, Anstand, Rücksichtnahme, Feingefühl, Takt, Zurückhaltung

Wortfeld "Anti": Anti-Moderne, anti-demokratisch, anti-bolschewistisch, anti-kommunistisch, anti-klerikal, anti-jesuitisch, anti-christlich, anti-katholisch, anti-freimaurerisch, anti-internationalistisch, anti-kapitalistisch, anti-semitisch, anti-zionistisch, anti-judaistisch, anti-humanistisch, anti-humanitär, anti-zivilisatorisch, anti-amerikanisch, anti-liberal

Wortfeld "Politik": Weltanschauung (=Ideologie), faschistisch (< lat. fasces Holzbündel, imperiales Symbol für die richterliche Macht über Leben und Tod), rassistisch, revisionistisch, chauvinistisch, ethno-nationalistisch, sozial-darwinistisch, militaristisch, kolonialistisch, imperialistisch, reaktionär, autoritär, autoritäre Persönlichkeitsstruktur, totalitär, Totalitarismus, Führerprinzip, Gefolgsleute, Volksgemeinschaft, Volksgenosse, Parteigenosse, "Arbeiter der Stirn und der Faust", Volksschädling, Volksfeind, Rassenschande, Weltjudentum, "Reinheit des Blutes", "nordische Rasse", "Der Mythus des zwanzigsten Jahrhunderts" von Alfred Rosenberg (1930), Ariernachweis, Herrenrasse, Untermenschen, entartete Kunst, Größenwahn, Kraft durch Freude (KdF), Lebensraumtheorie (Volk ohne Raum, Protokoll des Hitler-Adjutanten Hoßbach vom 5.11.1937), Euthanasie (="schöner Tod", Vernichtung "lebensunwerten Lebens", Zwillingsforschung in Auschwitz, Josef Mengele), Ordensburg und Lebensborn (Selektion, Elitezüchtung, Rassezüchtung, Rassenhygiene, Eugenik), Reichssicherheitshauptamt (Gestapo=Geheime Staatspolizei, Sicherheitspolizei, Sicherheitsdienst), Überwachungsstaat (Zerstörung, Aufhebung der Privatsphäre), SS-Staat

Wortfeld "Geschichte": Hitlerputsch (9.11.1923, Marsch auf Feldherrnhalle in München, der "Hauptstadt der Bewegung", von der bayerischen Polizei niedergeschlagen, Parteiverbot, Festungshaft für die Rädelsführer), "Mein Kampf" (1925/26), Provokationen: z.B. Altonaer Blutsonntag (17.7.1932), Drittes Reich, 1933-1945, Zweiter Weltkrieg, 1939-1945, "Machtergreifung" (30.1.1933: Reichspräsident Hindenburg ernennt Hitler zum Kanzler), Reichstagsbrand (27.2.1933), Verordnungen 'Zum Schutz von Volk und Staat', 'Gegen Verrat am Deutschen Volke und hochverräterischer Umtriebe' (28.2.1933, Abschaffung der Grundrechte), Ermächtigunsgesetz (24.3.1933, u.a. rechtlich-gesetzliche Grundlage zur Verfolgung von Mitgliedern anderer Parteien), Gleichschaltung (31.3.1933), "Judenboykott" (1.4.1933), Gesetz 'Zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums' (7.4.1933, Entlassung missliebiger Angestellter, Arbeiter und Beamter aus dem öffentlichen Dienst), Bücherverbrennung (10.5.1933), Deutsche Arbeitsfront (DAF, ab Mai 1933), Gesetz: Verbot aller Parteien außer der NSDAP (14.7.1933), "Röhm-Putsch" (30.6.1934, Nacht der langen Messer gegen eine überflüssig gewordene SA und sonstige Regime-Gegner, Proskriptionslisten), Führer und Reichskanzler (August 1934), Reichsarbeitsdienst (RAD, 26.6.1935), Nürnberger Rassegesetze ("Blutschutzgesetze", 1935), Arisierung, Hitlerjugend (Pimpfe, HJ, BDM), Fahneneid, Mutterkreuz, "Deutscher Gruß" (Werner Finck: "Aufgehobene Rechte"), Aufrüstung, Unterstützung General Francos im spanischen Bürgerkrieg (Falangisten, 1936-1939, 'Legion Condor'), "Anschluss Österreichs" (13.3.1938), Münchner Konferenz (29.9.1938), Reichskristallnacht/ Reichspogromnacht (9.11.1938), "Reichsprotektorat Böhmen und Mähren" (nach Angliederung des Sudentenlandes Annexion der Rest-Tschechoslowakei, 15.3.1939), deutsch-russischer Nichtangriffspakt (23.8.1939), Polenfeldzug (1.9.1939), Kriegserklärung Großbritanniens und Frankreichs (3.9.1939), "phony war", Einmarsch der UdSSR in Ost-Polen, "Blitzkriege", Besetzung Norwegens und Dänemarks (April 1940), Angriff auf die neutralen Niederlande, Belgien und Luxemburg (10.5.1940), Besetzung Frankreichs, Dreimächte-Pakt Deutsches Reich-Italien-Japan, deutsche gegen britische Truppen in Nordafrika (Februar 1941), Balkanfeldzug gegen Jugoslawien und Griechenland (6.4.1941), Unternehmen Barbarossa (22.6.1941: Krieg gegen/Überfall auf die UdSSR), Angriff stoppt vor Moskau (Dezember 1941), japanischer Überfall auf US-Stützpunkt Pearl Harbor (7.12.1941), deutsche Kriegserklärung gegen die USA (11.12.1941), zunehmende alliierte Luftangriffe auf Deutschland (1942), japanische Niederlage bei den Midway-Inseln (Juni 1942) - Wende im Pazifikkrieg, 6. Armee vor Stalingrad eingekesselt (November 1942, General Paulus, Kapitulation am 2.2.1943), "Totaler Krieg" (18.2.1943, Goebbels), Niederlage des Afrika-Korps (Mai 1943), Wende an der Ostfront, Panzerschlacht Kursker Bogen (5.7.1943), Besetzung Siziliens durch die Alliierten, Sturz des italienischen Faschisten-Führers Benito Mussolini, Kriegserklärung Italiens an das Deutsche Reich (13.10.1943), Verdunkelung, Fliegeralarm, Luftangriff, Feuersturm, ausgebombt, Lebensmittelkarte, -marke, Volksgerichtshof (Schauprozesse, Freisler), Großdeutschland, D-Day, Landung der Alliierten in der Normandie (6.6.1944), Rote Armee in Ostpreußen (Herbst 1944), „Wunderwaffe“ (V-2-Rakete, V=Vergeltungswaffe, 8.9.1944), Kriegsverbrechen der Wehrmacht, „Endsieg“, Volkssturm (25.9.1944), Ardennenoffensive (16.12.1944), sowjetische Großoffensive auf Berlin (Januar 1945), Zerstörung Dresdens durch britische und amerikanische Bomber (13./14.2.1945), „Nero-Befehl“ („verbrannte Erde“, 19.3.1945), Selbstmord Hitlers (30.4.1945), unconditional surrender (7./8.5.1945), Atombombenabwürfe der USA auf Hiroshima (6.8.) und Nagasaki (9.8.1945), Kapitulation Japans (2.9.1945), Staatsbankrott, Nürnberger Prozesse, (20.11.1945-29.10.1948), Internationaler Militärgerichtshof, „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“

Holocaust (lat. holocaustum Brandopfer < griech. holokauston < holos ganz + kaustos verbrannt), Shoah, Schoa (hebräisch: „Schrei nach Hilfe“, Zerstörung, Verwüstung, Genozid=Völkermord), Pogrom (russ.: Verwüstung, Aufruhr, Sturm < po- an, bei + grom Donner)
Anmeldepflicht des Vermögens von Juden (26.4.1938), Kennkartenzwang für deutsche Juden (23.7.1938), ab 1.1.1939 nur noch jüdische Vornamen, bzw. Zwangsnamen „Israel“ / „Sara“ (17.8.1938), deutsche Reisepässe von Juden ohne „J“ ungültig (5.10.1938), Ausweisung polnischer Juden bis zum 29.10.1938 (26.10.1938), Beseitigung der Pogrom-Schäden durch die jüdischen Inhaber, Versicherungsansprüche von Juden beschlagnahmt, ab 1.1.1939 Verbot der Firmenführung durch Juden (12.11.1938), „Sühneleistung“ der Juden 1 Milliarde Reichsmark (12.11.1938), Aufenthaltsbeschränkungen für Juden (28.11.1938), Zwangsveräußerung von Gewerbebetrieben, Grundeigentum, Wertpapieren, Juwelen, Schmuck und Kunstgegenständen (3.12.1938), Volkskartei für alle Einwohner des Reichs im Alter von 5 bis 70 Jahren, Karten von Juden mit dem Buchstaben „J“ (18.1.1939), Aufhebung des Mieterschutzes von Juden gegenüber nichtjüdischen Vermietern (30.4.1939), „Sühneleistung“ der Juden von 20% auf 25% erhöht (19.10.1939), Kennzeichnungspflicht für Juden ab 6 Jahren: ab 15.9.1941 nur mit gelbem Davidsstern in der Öffentlichkeit, Aufenthaltsbeschränkung auf die Gemeinde (1.9.1941), Babi Jar bei Kiew (September 1941: 33.771 Juden von deutschen Polizisten und Soldaten erschossen), Wannsee-Konferenz (20.1.1942),
Konzentrationslager, „Jedem das Seine“, „Arbeit macht frei“, Selektion (die Rampe in Auschwitz), Endlösung, Zyklon B, vergasen, Schutzhaft, Deportation, Vernichtungslager, Auschwitz-Birkenau, Treblinka, Belzec, Sobibor, Chelmno, Majdanek, Maly Trostinez, Oranienburg, Dachau, Buchenwald, Lichtenburg, Bergen-Belsen, Mauthausen, Ravensbrück, Sachsenhausen, Hamburg-Neuengamme, Theresienstadt
Ermordung 20 jüdischer Kinder, die zuvor für pseudo-medizinische Versuche missbraucht worden waren, und ihrer vier Begleiter in der Hamburger Schule am Bullenhuser Damm (20.4.1945). Von 1948-1987 wurde das Gebäude als Schule genutzt. Seit 1980 ist es Gedenkstätte und wurde nach dem polnischen Arzt und Pädagogen Janusz Korcak benannt.

Wortfeld "Widerstand": Fritz Gerlich (1883-1934, journalistischer Widerstand, „Der gerade Weg“), Altonaer Bekennnis (11.1.1933: „Wir verwerfen jede Vergöttlichung des Staates ...“), Bekennende Kirche (Bonhoeffer, Niemöller; Barmer Theologische Erklärung, Mai 1934), Einzelne: Maurice Bavaud (1916-1941, München 9.11.1938), Johann Georg Elser (1903-1945, Münchener Bürgerbräukeller, Bombenattentat 8.11.1939), Kreisauer Kreis (22.5.1942, Helmuth James Graf von Moltke), Weiße Rose (1942/43, Geschwister Hans und Sophie Scholl, Alexander Schmorell u.a.), Hamburger Zweig der Weißen Rose (ehemalige Lichtwarkschüler, Familie Leipelt), „Edelweißpiraten“ (ab 1942, Köln-Ehrenfeld, Dortmund: Brüggemannsplatz, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Wuppertal), Rote Kapelle (31.8.1942 zerschlagen), Warschauer Aufstände (April 1943, August 1944), Résistance, Partisanen, Resistenza, Wehrmacht: Henning von Tresckow (1901-1944, Generalmajor, Attentat 13.3.1943), Rudolf-Christoph von Gersdorff (1905-1980, Generalmajor, Selbstmordattentat, 21.3.1943), 20. Juli 1944 (Claus Schenk Graf v. Stauffenberg, Oberst),
Zivilcourage, Widerspruch, das Gegenbild und die Verteidigung der Zivilgesellschaft, Gedankenaustausch, Diskussionskultur (Meinungen gelten lassen), Verantwortungsgefühl, Empathie, Solidarität

Wortfeld "aktuell": Mitläufertum, politische Naivität, „Ich wollte dazugehören", „Warum soll ich protestieren? Ich bin ja kein ..." (statt Zivilcourage), „Ich habe nichts zu verbergen", (statt Verteidigung der Privatsphäre), Rechtspopulisten, braune Rattenfänger, ewig Gestrige, Unbelehrbare, „Das hat es im Dritten Reich nicht gegeben", „Es war nicht alles schlecht" (=„Das meiste war gut"), „Ich habe nur Befehle befolgt", „Was damals rechtens war, kann heute nicht Unrecht sein", „Politikverdrossenheit", „Überfremdung", „Das Boot ist voll", „Multi-kulti ist gescheitert", „Combat 18", „Blood & Honour", „Freie Kameradschaften" (1992), Schrift „Eine Bewegung in Waffen" (Terrorismus), „Kanonische Erklärung zur Bewegung von 1968" (Horst Mahler, Reinhold Oberlercher, Günter Maschke, 1999, „nationalrevolutionäre ... Selbstbefreiung"), „Autonome Nationalisten“ (AN), Verschwörungstheorien (Verdrehungen, Fälschungen: „jüdisches Weltfreimaurertum", 'Protokolle der Weisen von Zion'), Ressentiments, Diskriminierung, Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit (Xenophobie), Ausländerfeindlichkeit („Die meisten Menschen sind in den meisten Ländern Ausländer."), Minderheitenfeindlichkeit, Gleis 17 Bahnhof Grunewald, Stelenfeld (Berliner Mahnmal, 2005), „Ort der Information", „Stolpersteine" (seit 1997) zur Erinnerung an Opfer des NS-Regimes in mehr als 400 Orten in Deutschland, Tschechien, Polen, Österreich, Ungarn und in den Niederlanden (Unterrichtsmaterial zu den „Stolpersteinen" in der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel über info[at]spurendersteine.de), Auseinandersetzung um „Storch Heinar", psychopathische Einzel-Attentäter (Timothy McVeigh, 1995, Oklahoma City, Bombenanschlag, 168 Menschen getötet, 2001 hingerichtet; Theodore Kaczynski, 1978-1995, 16 Briefbomben an Wissenschaftler und Fluggesellschaften, 35000 Wörter langes Manifest gegen Technisierung der Welt, lebenslange Haftstrafe; Anders Behring Breivik, 2011, Oslo, Utøya, Bomben und Erschießungen, 77 tote Menschen, davon mindestens 60 im Alter von 13 bis 18 Jahren, 1500 Seiten Manifest); November 2011: Zwei Neonazis (Zwickauer Zelle) begehen Selbstmord. Die rechtsradikalen Terroristen („Nationalsozialistischer Untergrund“) sind verantwortlich für eine 13-jährige Serie von Morden, Anschlägen und Banküberfällen. Ihre Opfer sind neun Kleingewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft und eine Polizistin.

Wortfeld "Codes" (Kürzel, "geheime" Zeichen) C 18 (Combat 18, britische Neonazi-Gruppe), 18 (ah, Adolf Hitler), 28 (bh, Blood and honour, Blut und Ehre, steht für das in Deutschland verbotene Skinhead-Netzwerk), 88 (hh, Nazigruß Heil Hitler), 100% (rein arisch), SWP (Supreme White Power, für eine angebliche Überlegenheit der Weißen), 44+44 (siehe 88), 192 (aib - Adolf is back), 14 (stehen für die Worte: We must secure the existence of our race and a future for white children), siehe oben Dresscodes

Wortfeld „Medien“:
Filme: „Triumph des Willens“ von Leni Riefenstahl (1934, NS-Propagandafilm), „Jud Süß“ von Veit Harlan (1940, antisemitischer NS-Hetzfilm), „Kolberg“ von Veit Harlan (1945, NS-Durchhaltefilm),
„Der große Diktator“ von Charly Chaplin (New York, 1940: „Stonk!“), „Sein oder Nicht-Sein“ von Ernst Lubitsch (USA 1942, Remake 1983, von und mit Mel Brooks: „Ich heil' mich selber!“), „Das Urteil von Nürnberg“ von Stanley Kramer (Judgment at Nuremberg, USA 1961), „Schindlers Liste“ von Steven Spielberg (USA 1993),
Dokumentationen „Shoa“ von Claude Lanzmann (1985), „Die letzten Tage“ (The Last Days, USA 1998) von James Moll, „Der Tramp und der Diktator“ (arte, Deutschland/Frankreich 2007)

Theater: „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ von Bertolt Brecht (Finnland, 1941), „Der Stellvertreter“ von Rolf Hochhuth (1963 - Kurt Gerstein, Papst Pius XII, danach der Film von Constantin Costa-Gavras, F/D 2001), Farce/Groteske „Mein Kampf“ von George Tabori (München 1987), „Die Weiße Rose“ von Lilian Garrett-Groag (Los Angeles 1991), „Das Urteil von Nürnberg“ von Abby Mann (2001, stage adaption of his screenplay, USA 1961), „Das ist Esther“ von Christiane Richers (2007, Theater im Klassenzimmer);

Literatur: Buch „Jakob der Lügner“ von Jurek Becker (1969, gleichnamiger Film von Frank Beyer, 1974), „Roman eines Schicksallosen“ von Imre Kertész (Ungarn 1973, danach der Film „Fateless“ von Lajos Koltai, 2004), Roman „Die Bertinis“ von Ralph Giordano (1982, gleichnamige Fernsehserie in fünf Teilen von Egon Monk, 1988), Roman „Neger, Neger, Schornsteinfeger!“ von Hans-Jürgen Massaquoi (1999, gleichnamiger Fernsehfilm in zwei Teilen von Jörg Grünler, 2006), Autobiographie „Erinnerungen eines Davongekommenen“ von Ralph Giordano (2007)

Sachbücher:
Frank Bajohr: „»Arisierung« in Hamburg - Die Verdrängung der jüdischen Unternehmer 1933-1945“, 2. Aufl., Hans Christians Verlag, Hamburg 1998;
Jörg Berlin, Tilo Hoffmann, Bernhard Nette, Stefan Romey: Hamburger Materialien „Vernichtungskrieg - Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944“, 2. verbesserte Aufl., Hamburg 1999, Hrsg. GEW Landesverband Hamburg, BSJB - Amt für Schule - Hamburg, 66 Seiten;
Ralph Giordano: „Die zweite Schuld oder Von der Last, Deutscher zu sein“, Kiepenheuer und Witsch, Köln 2000, 374 Seiten, 9,95 €
siebenbändige Reihe „Der Ort des Terrors“ von Wolfgang Benz, Hrsg., Professor für Geschichte an der TU Berlin, Verlag C.H. Beck, München 2005-2008, erster Band „Die Organisation des Terrors“;
Bernhard Pörksen: „Die Konstruktion von Feindbildern“, (eine Analyse der Schriften der Neonazi-Szene), VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2005, 290 Seiten, 29,90 €, ISBN 3-531-33502-2;
Toralf Staud: „Moderne Nazis. Die neuen Rechten und der Aufstieg der NPD“, Kiepenheuer und Witsch, Köln 2005, ISBN 3462036386;
Klaus Farin: „Jugendkulturen in Deutschland, Band 1: 1950-1989, Band 2: 1990-2005“, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2006;
Wolfgang Curilla: „Die deutsche Ordnungspolizei und der Holocaust im Baltikum und in Weißrussland 1941-1944“, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2006, 1041 Seiten, 65,00 €;
Frank Bajohr, Dieter Pohl: „Der Holocaust als offenes Geheimnis. Die Deutschen, die NS-Führung und die Alliierten“, Verlag C.H. Beck, München 2006, 156 Seiten, 19.80 €;
Institut für die Geschichte der deutschen Juden (Hrsg.): „Das Jüdische Hamburg. Ein historisches Nachschlagewerk“, Wallstein Verlag, Göttingen 2006, 335 Seiten, 19,00 €, ISBN 3-8353-0004-0;
Cay Rademacher, Arno Herzig (Hrsg.): „Die Geschichte der Juden in Deutschland“, Ellert & Richter Verlag, Hamburg 2007, 352 Seiten, 29,95 €;
Malte Thiessen: „Eingebrannt ins Gedächtnis. Hamburgs Gedenken an Luftkrieg und Kriegsende 1943 bis 2005“, Dölling und Galitz Verlag, München 2007, 502 Seiten, 30 €;
Volker Weidermann: „Das Buch der verbrannten Bücher“, Kiepenheuer und Witsch, Köln 2008, 255 Seiten, 18,95 €;
Anne-Frank-Haus Amsterdam (Hrsg.): „Alle Juden sind ...“ 50 Fragen zum Antisemitismus, Verlag an der Ruhr, 2008, 19,50 €
Alexander Häusler: „Rechtspopulismus als 'Bürgerbewegung' - Kampagnen gegen Islam und Moscheebau und kommunale Gegenstrategien“, VS-Verlag 2008, 292 Seiten, 24,90 €
Fabian Virchow, Christian Dornbusch (Hrsg.): „88 Fragen und Antworten zur NPD-Weltanschauung, Strategien und Auftreten einer Rechtspartei - und was Demokraten dagegen tun können“, Wochenschau-Verlag 2008, 335 Seiten, 21,00 €
Noah Sow: „Deutschland Schwarz Weiß. Der alltägliche Rassismus“, Verlag Goldmann 2008, 320 Seiten, 8,95 €
Patrick Gensing: „Angriff von rechts. Die Strategien der Neonazis - und was man dagegen tun kann“, dtv 2009, 288 Seiten, 12,90 €
Christoph Ruf/Olaf Sundermeyer: „In der NPD. Reisen in die National Befreite Zone“, Verlag C.H. Beck 2009, 229 Seiten, 12,95 €
Jochen Böhler: „Der Überfall. Deutschlands Krieg gegen Polen“, Eichborn Verlag, 272 Seiten, 19,95 €
Richard Overy: „Die letzten zehn Tage. Europa am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. 24. August bis 3. September 1939“, Pantheon Verlag, 160 Seiten, 12,95 €
Norman Davis: „Die große Katastrophe. Europa im Krieg 1939-1945“, Droemer/Knaur, 832 Seiten, 36,- €
Ulrich Hermann/Rolf-Dieter Müller (Hrsg.): „Junge Soldaten im Zweiten Weltkrieg. Kriegserfahrungen als Lebenserfahrungen“, Juventa, 400 Seiten, 32,- €
Friedhelm Greis (Hrsg.): „Angriff auf den Frieden. 1939 und der Beginn des Zweiten Weltkriegs“, Freitag Mediengesellschaft, 96 Seiten, 7,50 €
Werner Biermann: „Sommer 1939“, Rowohlt, 285 Seiten, 19,90 €
Götz Aly: „Warum die Deutschen? Warum die Juden?“, S. Fischer, 348 Seiten, 22,95 € („ihre Angst vor Freiheit und eigener Courage, ihre Neigung, das eigene Versagen anderen anzulasten. Der Neidhammel sucht den Sündenbock.“)
Arno Lustiger: „Rettungswiderstand“, Wallstein Verlag, 450 Seiten, 29,90 €
Christopher Browning „Ganz normale Männer: Das Reserve-Polizeibataillon 101 und die 'Endlösung' in Polen“, rororo, 9,99 €

 

Umfangreiche Chronik:
www.verfolgte-schueler.org/1933-45.htm

 

Internet:
www.aktioncourage.org
www.annefrankguide.net
www.art-and-taboo.de „The Holocaust - Art and Taboo“ - Dürfen wir über Hitler, dürfen wir gar über den Holocaust lachen?
http://bildungplus.forum-bildung.de/templates/imfokus_inhalt.php?artid=499 „Courage“ lautet das Zauberwort - Projekt Schule ohne Rassismus
www.bpb.de Bundeszentrale für politische Bildung
www.bpb.de/themen/R2IRZM,0,0,Rechtdextremismus.html Bundeszentrale für politische Bildung, Dossier
www.culture-on-the-road.de ein von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördertes Schulprojekt
www.d-a-s-h.org und http://d-a-s-h.org
www.der-rechte-rand.de Zeitschrift „Der rechte Rand“
http://endstation-rechts.de/ Recherche-Projekt
www.entimon.de
www.jmberlin.de „BildungsBausteine gegen Antisemitismus“ - Fortbildungseminare, Jüdisches Museum Berlin
www.keine-stimme-den-nazis.org (mit vielen Terminen und Links)
www.kein-platz-fuer-rassismus.de Bundesweite Plakataktion (2008)
www.lernen-aus-der-geschichte.de
www.lese-zeichen-hamburg.de „Bücherverbrennung - Nie wieder!“
www.migration.de
http://mut-gegen-rechte-gewalt.de Initiative
http://npd-blog.info/ Recherche- und Dokumentationsprojekt
www.online.wdr.de/online/gegenrechts/musik/begegnung
www.online-beratung-gegen-rechtsextremismus.de
http://redok.de/ Recherche-Projekt
www.schule-ohne-rassismus.org Projekt
www.seniorenbuero-hamburg.de/zeitzeuarch.htm Zeitzeugenbüro
Infos: Seniorenbüro, Steindamm 87, 20099 Hamburg, Tel. 30 39 95 07
www.stern.de/mut
http://tagesschau.de/rechtsextremismus Dossier tagesschau.de
www.tagfuerdemokratie.de
www.vielfalt-tut-gut.de
www.vvn-bda.de
http://zfa.kgw.tu-berlin.de/index.htm Zentrum für Antisemitismusforschung,
Ernst-Reuter-Platz 7, 10587 Berlin (Materialien, Publikationen, Infos)
www.zyklon-b.info

 

Zitate:
„Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung von Leuten, die die Welt nie angeschaut haben.“ (Alexander von Humboldt, Weltreisender, Geograf, Vulkanologe, Astronom, Ozeanograf, Physiker, Botaniker, Schriftsteller, Erfinder, Bergsteiger, Diplomat, 1769-1859)

Harras: „Watt haben Sie da gesagt? Vaterland?! Sie? Was verstehn Sie denn darunter? Hä? Buchstabieren Sie doch mal - V wie Volksgerichtshof! A wie Aufhängen! T wie Tod! E wie Erschießen! R wie Rassenverfolgung! L wie Lager! Ausschwitz, Neuengamme, Dachau. Sehen Sie, so buchstabiert man heute in Deutschland Vaterland!“ aus: „Des Teufels General“, Bühnenstück, uraufgeführt in Zürich 1946, Spielfilm, mit Curd Jürgens in der Titelrolle, 1954, Autor Carl Zuckmayer (1896-1977), Vorbild für die Titel- und Hauptfigur war der Generalluftzeugmeister Ernst Udet (1886-1941)

 

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