OECD-Bericht (Organization for Economic Cooperation and Development)

OECD = Organization for Economic Cooperation and Development ("Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung", Sitz Paris) wurde "auf der Basis eines am 14. Dezember 1960 in Paris unterzeichneten Übereinkommens gegründet. Gemäß Artikel 1 des am 30. September 1961 in Kraft getretenen Vertrages fördert die OECD eine Politik, die in den Mitgliedsstaaten unter Wahrung der finanziellen Stabilität eine optimale Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigung sowie einen steigenden Lebensstandard ermöglichen soll. Weitere Ziele sind, in den Schwellenländern zu einer ‘gesunden wirtschaftlichen Entwicklung‘ beizutragen und an der Ausweitung eines nicht diskriminierenden Welthandels mitzuwirken". (Hamburger Abendblatt, 30.10.02, Seite 2)
OECD-Mitgliedsstaaten (2002): Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Japan, Kanada, Luxemburg, Mexiko, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakische Republik, Spanien, Südkorea, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, USA.
EAG = Education at a Glance ("Bildung/Erziehung auf einen Blick", regelmäßig erscheinender Bericht der OECD)

"Warum OECD statt der UNESCO? Welches Interesse steht dahinter? Die OECD hat nur einen kleinen Stab, war bisher nur in Entwicklungsländern tätig. Bei der Studie macht jetzt alles, was Rang und Namen hat, mit. Wo ist der Nutzen? Es geht um viel Geld, das umgeschichtet werden kann. OECD und GATS. "Bildung" und "Ökonomie" überlappen sich. ... Bis zu 80% eines Jahrgangs absolviert die Oberstufe in Schweden. Genauso erfolgreich sind Hamburgs Gesamtschulen in der Spitze, SchülerInnen ohne Grundschulempfehlung zum Abitur zu führen, im Durchschnitt liegt dieser Erfolg bei 42%. Es geht darum; Geld damit zu verdienen, was andere am stärksten nachfragen: die zentrale Ressource: (zu unterschiedlichen Zeit waren dies) Gewürze, Salz, Industrie, Öl, Wissen/Bildung/Information. Den angeblichen Schlendrian ändern wir mit Privatisierung nicht, was Not tut (siehe Gewinnerländer) ist lokale Autonomie (Schulgemeinde)."
"Warum hatte die OECD, und nicht die UNESCO den Auftrag, die Studie durchzuführen: die Antwort ist ökonomisch: Bildung und Ökonomie überlappen sich. Die Ressource Erdöl tritt zurück, Bildung wird wichtig."
"OECD/WTO wollen in allen politischen Bereichen bestimmen, was geschehen soll. Die OECD wird bewusst dafür eingesetzt. Die Politik ist dafür zu sensibilisieren, dass alles vom Staat weg soll, mit einer Übergangsphase von zehn Jahren." (Gesagt auf dem Wochenendseminar der
ARGE vom 22. - 24.2.2002, "Neuer Wein in alten Schläuchen")

OECD-Bericht "Erziehung/Bildung auf einen Blick" 2002 (Gegenüberstellung)

 

OECD-Durchschnitt

OECD-Spitzenländer

Deutschland

Hamburg

Bildungsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

5,8%

 

5,6%

 

Unterrichtszeiten: Grundschule

829 Stunden

 

752

1045
(38 Wo. x 27,5 Std.)

Unterrichtszeiten: Sekundarstufe 1

944 Stunden

 

918

 

Computer (wie viele SchülerInnen müssen sich einen teilen?)

13

5

22

 

Pro Jahrgang erlangen eine Hochschulzugangsberechtigung

64%

 

37%
(diese Zahl ist falsch. Richtig: 27%)

Liegt 5% über dem deutschen Durchschnitt, siehe hier

Pro Jahrgang nehmen ein Studium auf

45%

71%

30%

 

Pro Altersjahrgang schließen ein Studium erfolgreich ab

26%

 

19%

 

Lehrerbesoldung: Einstiegsgehalt Grundschule

21.956 €

 

32.016 €

 

SchülerInnenmeinung:

 

 

 

 

- Lehrkraft zeigt Interesse an der einzelnen SchülerIn

56%

 

41%

 

- Lehrkraft hilft bei der Arbeit

59%

 

53%

 

- Lehrkraft erklärt, bis es alle verstanden haben

60%

 

53%

 

- Lehrkraft tut viel, um zu helfen

60%

 

51%

 

(Hamburger Abendblatt, 30.10.02, Seite 1, 2)

Anmerkung:
SchülerInnenmeinung: Schülerinnen und Schüler in Deutschland haben offenbar eine höhere Kritikkompetenz als in den anderen Staaten.
Lehrerbesoldung zu vergleichen macht nur dann einen Sinn, wenn zum einen Umfang und Qualität der Ausbildung und zum anderen die unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Ländern und Regionen berücksichtigt werden.

 

OECD-STUDIE

GEW Hamburg: „Boomtown Hamburg als Schlusslicht“
Artikel: http://gew-hamburg.de/hlz/0806/Schlusslicht.htm (hlz 08-09/06, Seite 9)

 

Dossier OECD-Studien „Bildung auf einen Blick“

Dossier des Deutschen Bildungsservers
www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=3262
Deutschland hat zu wenige Hochqualifizierte - Dossier zum OECD-Bildungsbericht 2011
www.bildungsserver.de/innovationsportal/bildungplus.html?artid=801
Zum Gesamtbericht
www.eduserver.de/db/mlesen_e.html?Id=47669
Zur OECD-Seite
www.bildungsserver.de/link/education_at_a_glance_2011

 

Siehe auch die Gegenüberstellung PISA / Hamburg

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