Deutsche Rechtschreibung (=Orthographie, auch Orthografie)
Orthographie < griech. orthographia < orthos gerade, richtig + graphein schreiben
Zum Glück sind die Rechtschreibregeln im Allgemeinen nicht das Ein und Alles im Leben, aber wer möchte nicht gern zur Koryphäe werden in puncto Orthographie und Zeichensetzung (=Interpunktion)? Dennoch dürfte den meisten angst und bange werden, wenn sie das unten Stehende (auch das Untenstehende) als Diktat zu schreiben hätten.
Mit der neuen deutschen Rechtschreibung von 1996 wurde einiges vereinfacht und erleichtert; einige aber ärgern sich über die Neuerungen ("ein Rückschritt", "verwirrend", "Kinder machen neue Fehler", "nur zu verstehen, wenn die alten Regeln bekannt sind") und möchten lieber die alte Rechtschreibung behalten, andere wenden ein, und zwar mit guten Gründen, dass diese Reform halbherzig gewesen und nicht weit genug gegangenen sei (phonologisch noch einheitlicher, durchgängiger, "Ergebniss", "Buss", "binn", "mitt", Abschaffung der Längungen "h" und "ie", Kleinschreibung der Substantive. Solche Reformansätze gab es immer wieder: Jacob Grimm 1854, Konrad Duden 1872, weitere Initiativen z.B. 1920, 1931).
Kritik an den VerteidigerInnen der alten Rechtschreibung: Die bisherige Rechtschreibung war ein Kompromiss, ein eher zufälliger Zwischenstand aus dem Jahr 1901. Sie enthält zu viele, schwer verständliche und widersprüchliche Regeln. Wenn etwas neu ist, ist es nicht deshalb schlecht. Wenn etwas gewohnt ist, ist es nicht deshalb vernünftig. Wenn etwas einfach ist, ist es nicht deshalb dumm. Korrekte Rechtschreibung sollte der Kommunikation dienen, nicht als Ausweis guter Bildung oder hoher Intelligenz. Rechtschreibung darf in einer demokratischen Gesellschaft nicht Herrschaftswissen sein.
Kritik an den BefürworterInnen der neuen Rechtschreibung: Die neuen Schreibungen sind nicht aus wenigen Regeln abzuleiten, sondern unterliegen nach wie vor haarspalterischen Unterscheidungskriterien. Die Chance einer gründlichen Vereinfachung mit möglichst wenigen Regeln wurde verpasst. Konsens innerhalb der Kommissionen war wichtiger als die Durchsetzung einfacher Regeln. Die Reform ist undemokratisch zustande gekommen: Auf eine breite gesellschaftliche Einbindung wurde ohne Not verzichtet.
Die deutschsprachigen Länder sind die einzigen in Europa, die noch alle Substantive (Hauptwörter) großschreiben* (Befindet sich die »Substanz« nur in den »Substantiven«? Sind neben den »Haupt«wörtern alle anderen nebensächlich?). Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Norwegen die Nomen-Großschreibung abgeschafft (1877 in den Schulen, 1907 allgemein), 1923 in den Niederlanden, 1948 in Dänemark. Generell gilt in Europa die "gemäßigte Kleinschreibung", d.h. bis auf Eigennamen (Hamburg, Elbe, Nordsee, Deutschland, Hamburger Straße, Klein Erna, Hummel, Zitronenjette, Marie Müller) und Wörter am Satzanfang werden alle Wörter kleingeschrieben*.
Wilhelm und Jacob Grimm, Verfasser des deutschen Wörterbuchs, 1854 (zitiert nach taz, 12.08.04, Seite 1): „den gleichverwerflichen misbrauch groszer buchstaben für das substantivum, der unserer pedantischen unart gipfel heiszen kann, habe ich [...] abgeschüttelt.“
Mark Twains Kritik der deutschen Sprache als solcher ist jedenfalls viel weitreichender als jede noch so profunde Kritik ihrer Rechtschreibung („slipshod and systemless“: „The Awful German Language“, 1880, aus „A Tramp Abroad“, in: Charles Neider (Hrsg.), The Complete Humorous Sketches and Tales of Mark Twain, Doubleday & Company, New York 1961, Seite 439-455).
„Typographische Mitteilungen“, zeitschrift des bildungsverbandes deutscher buchdrucker, august 1926:
„die rechtschreibung ist eine förmliche geistige folter für die jugend, eine folter wie die übermäßige arbeitszeit, für deren herabsetzung die besten menschen jahrzehntelang gekämpft und gelitten
haben...“
„deutsche rechtschreibung, das ist noch der unverfälschte geist des militarismus, das ist noch dressur zum gottbegnadeten untertanenverstand und kadavergehorsam, das ist noch die alte
deutsche, autoritäre erziehung in reinkultur. die deutsche rechtschreibung ist ein hohn auf die demokratische erziehung, dieser unfug, den wir immer noch dulden, ist die brutale rechtschreibung des klassenstaates.“
* "großschreiben" = mit großen Angangsbuchstaben schreiben; "groß schreiben" = in großer Schrift schreiben; besonders schätzen;
Diese spitzfindige Unterscheidung ist ein Beispiel für die Schwächen der neuen (aber auch schon der alten!) Rechtschreibung.
Sie finden das berühmt-berüchtigte kosogsche Diktat in alter und neuer Rechtschreibung gegeneinander gestellt. Urteilen Sie selbst, was leichter und was sinnvoller ist.
Oskar Kosog, Unsere Rechtschreibung und die Notwendigkeit ihrer gründlichen Reform, Berlin, Leipzig 1912, Seite 9-11
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Alte Rechtschreibung (ab 1901) |
Neue Rechtschreibung (ab 1996) |
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Das Kosogsche Diktat: Aus dem Testamente einer Mutter Liebe Kinder! |
Das kosogsche / (auch:) Kosog‘sche Diktat: Aus dem Testamente einer Mutter Liebe Kinder, |
Hier noch etwas aus neuerer Zeit:
Das D.-E.-Zimmer'sche Diktat
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Alte Rechtschreibung (ab 1901) |
Neue Rechtschreibung (ab 1996) |
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Quelle: Dieter E. Zimmer, DIE ZEIT, 3.11.1989 1. Irgend jemand fläzte sich auf dem Diwan neben dem Büfett [oder Buffet], ein anderer rekelte [oder räkelte] sich rhythmisch auf der Matratze, ein dritter planschte im Becken. 2. Man stand Schlange und kopf, lief Ski und eis, schob Kegel, sprach Englisch, und wer diät gelebt und hausgehalten hatte, hielt jetzt hof. 3. Auf gut deutsch heißt das, die libysche Firma hat Pleite gemacht, aber die selbständigen Mitarbeiter konnten ihre Schäfchen ins trockene bringen. 4. Alles mögliche deutet darauf hin, daß sich etwas Ähnliches wiederholen wird, obwohl alles Erdenkliche getan wurde, etwas Derartiges zu verhindern und alles zu annullieren. 5. In einem nahe gelegenen Haus fand sich das nächstgelegene Telefon [oder Telephon], im Portemonnaie der numerierte Bon. 6. Im Zenit ihres Ruhms wagten sie die Prophezeiung, man werde trotz minuziöser [oder minutiöser] Prüfung weiter im dunkeln tappen und aufs Beste hoffen, und insoweit werde alles beim alten bleiben. 7. Auch wer aufs Ganze geht und überschwenglich sein Bestes tut, tut manchmal unrecht, hält es aber gern für Rechtens. 8. Er war statt dessen bemüht, den zugrundeliegenden Konflikt – also den Konflikt, der ihrem Dissens zugrunde liegt und allen angst macht - zu entschärfen, und infolgedessen kam er mit allen ins reine.
10. Daß es not tut, alles wieder instand zu setzen, darf ein einzelner nicht in Frage stellen. Worttrennungen: Ex-amen; Exo-tik; Hekt-ar; igno-riert; Land-au-er; Lin-ole-um; Psych-ia-ter; Psych-ago-ge; Psy-cho-lo-ge; päd-ago-gisch; pä-do-phil; Päd-erast; So-wjet; Syn-onym. |
Quelle: Dieter E. Zimmer, DIE ZEIT, 3.11.1989 1. Irgendjemand fläzte sich auf dem Diwan neben dem Büfett [oder Buffet], ein anderer rekelte [oder räkelte] sich rhythmisch auf der Matratze, ein Dritter planschte im Becken. 2. Man stand Schlange und Kopf, lief Ski/ Schi und Eis, schob Kegel, sprach Englisch, und wer Diät gelebt und Haus gehalten hatte, hielt jetzt Hof. 3. Auf gut Deutsch heißt das, die libysche Firma hat Pleite gemacht, aber die selbstständigen Mitarbeiter konnten ihre Schäfchen ins Trockene bringen. 4. Alles Mögliche deutet darauf hin, dass sich etwas Ähnliches wiederholen wird, obwohl alles Erdenkliche getan wurde etwas Derartiges zu verhindern und alles zu annullieren. 5. In einem nahe gelegenen Haus fand sich das nächstgelegene Telefon, im Portmonee/ Portemonnaie der nummerierte Bon. 6. Im Zenit ihres Ruhms wagten sie die Prophezeiung, man werde trotz minuziöser [oder minutiöser] Prüfung weiter im Dunkeln tappen und aufs Beste hoffen, und insoweit werde alles beim Alten bleiben. 7. Auch wer aufs Ganze geht und überschwänglich sein Bestes tut, tut manchmal Unrecht, hält es aber gern für rechtens. 8. Er war stattdessen bemüht den zugrunde/ zu Grunde liegenden Konflikt - also den Konflikt, der ihrem Dissens zugrunde/ zu Grunde liegt und allen Angst macht - zu entschärfen, und infolgedessen kam er mit allen ins Reine. 9. Wie kein Zweiter hat sich der Diskutant dafür stark gemacht auch die weniger brillanten Reflexionen der Koryphäen ernst zu nehmen. 10. Dass es Not tut, alles wieder instand/ in Stand zu setzen, darf ein Einzelner nicht infrage/ in Frage stellen. Worttrennungen: E-xa-men; Ex-amen, E-xo-tik; Hek-tar; Hekt-ar, ig-no-riert; Lan-dau-er; Li-no-le-um; Psy-chi-a-ter, Psych-ia-ter; Psy-cha-go-ge, Psych-a-go-ge; Psy-cho-lo-ge; pä-da-go-gisch, päd-a-go-gisch; pä-do-phil; Pä-de-rast, Päd-e-rast; So-wjet; Syn-onym. |
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Deutsche rechtschreibungen |
Klassische Rechtschreibung |
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Quelle: taz nr. 7433 vom 12.8.2004, seite 3, 88 zeilen (TAZ-bericht), floh Under der linden an der heide, / dâ unser zweier bette was, / dâ mugt ir vinden / schône beide gebrochen bluomen / unde gras. / vor dem walde in einem tal- / tandaradei! / schöne sanc die nachtigal. (Under der linden, geschrieben von Walter von der Vogelweide, 1170-1230) Dan goth geburt alleyn zu richten, Wylle Christus sagt: Ir solt nit richten, das yr nith gerichtet werden. (Martin Luther, geschrieben 1519) Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch / Das ist: Die Beschreibung deß Lebens eines seltzamen Vaganten / genant Melchior Sternfels von Fuchshaim / wo und welcher gestalt Er nemlich in diese Welt kommen / was er darinn gesehen / gelernet / erfahren und außgestanden / auch warumb er solche wieder freywillig quittirt. Überauß lustig / und männiglich nutzlich zu lesen. (Hans Jakob Cristoph von Grimmelshausen, Der Abentheuerliche Simplicissimus (1668)) Habe nun, ach! Philosophie, Juristerei und Medicin, Und leider auch Theologie! Durchaus studirt, mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Thor! Und bin so klug als wie zuvor; Heiße Magister, heiße Doctor gar, Und ziehe schon an die zehen Jahr, Herauf, herab und quer und krumm, Meine Schüler an der Nase herum --- Und sehe, daß wir nichts wissen können! Das will mir schier das Herz verbrennen. (Johann Wolfgang von Goethe, Faust, der tragödie erster teil, veröffentlicht 1808) RECHTSCHREIBUNG, f. kunstausdruck für griech.-latein. orthographia, im 16. jahrh. wenn nicht schon gebildet, doch vorbereitet (welchs sonst die Latiner und Krichen, orthographiam, wir aber, recht buchstäbig deutsch schreiben, nennen wollen. JOH. FRANGK orthographia 1531 75b), im 17. jh. durch SCHOTTEL verbreitet: die wortforschung nun erfordert erstlich (…) eine erforschung der letteren oder buchstaben, wie nemlich dieselbige, so wol einzel, als in wörtern, zusammengesetzt, recht nach gründlicher eigenschaft der teutschen sprache zu schreiben: und solches anfangsstück der wortforschung wird genennet die rechtschreibung (orthographia). 181; seither geblieben: es gibt eine wahre und eine förmliche orthographie. der eine hat eine falsche rechtschreibung und der andere eine rechte falschschreibung. LICHTENBERG 1, 327. (Deutsches Wörterbuch von Jakob und Wilhelm Grimm, 1854) "an die bundesregierung: sie werden dafür sorgen, dass alle öffentlichen fandungsmaßnahmen unterbleiben oder wir erschiessen schleyer sofort, ohne dass es zu verhandlungen über seine freilassung kommt. raf." (Erklärung der raf vom september 1977) |
Quelle: Wörterbuch von 1836 Wörter: (mit langem ⌠ bzw. ſ sowie rundem s) Textprobe |
Ende 2004 wurde der „Rat für deutsche Rechtschreibung“ eingesetzt. Er hat die geltende Rechtschreibung noch einmal(!) unter die Lupe genommen und Vorschläge unterbreitet; die Schreibung wird behutsam begleitet und angeglichen.
Nach einem Beschluss der Kultusministerkonferenz gilt die Rechtschreibreform mit den abgeänderten Regeln, entsprechend den Vorschlägen des Rates für deutsche Rechtschreibung, ab August 2006 an allen Schulen in Deutschland. Die Ministerpräsidenten (kein –Innen, da nur Männer) der deutschen Länder müssen allerdings noch zustimmen. Österreich will sich den Korrekturen anschließen, die Schweiz wartet noch ab. (Kabel1-Videotext, 2.3.06, Seite 114, Hamburger Abendblatt, 3.3.06, Seite 7)
Fazit: Bis auf Weiteres/weiteres können jetzt alle wieder Recht/recht haben. Von „gepflegter Anarchie“ kann im regelungswütigen Deutschland jedenfalls keine Rede sein.
Von der Großschreibung bis zur Worttrennung
Die Änderungen an der Rechtschreibreform können ab August an Deutschlands Schulen eingeführt werden.
Nach der Kultusministerkonferenz (KMK) stimmten am Donnerstag [30.03.06] auch die Ministerpräsidenten der Länder zu, dass die Reform in strittigen Bereichen noch einmal geändert wird. Grundlage dafür waren die Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung. Die Nachrichtenagentur AFP gibt einen Überblick über die wichtigsten Vorschläge:
GETRENNT- UND ZUSAMMENSCHREIBUNG: In diesem Bereich trug der Rat nach eigenen Angaben „der den Traditionen des Deutschen entsprechenden Tendenz zur Zusammenschreibung“ Rechnung. Es soll also wieder mehr zusammengeschrieben werden. So wird etwa künftig „eislaufen“ [alte Rechtschreibung „eislaufen“] und „leidtun“ [alt „leid tun“] oder auch „näherkommen“ [alt „näherkommen“] und „schwerfallen“ [alt „schwerfallen“] geschrieben. Auch bei übertragen gebrauchten Verbindungen von zwei Verben, die als zweiten Bestandteil die Verben „bleiben“ oder „lassen“ haben, soll eine Zusammenschreibung möglich sein. Dies gilt zum Beispiel bei Formulierungen wie „in der Schule sitzenbleiben“ oder „die Freundin stehenlassen“ [entspricht beides der alten Rechtschreibung, aber, heißt es dort, schreibe: „bei dieser Arbeit solltest du ihn besser stehen lassen“].
GROß- UND KLEINSCHREIBUNG: Die Änderungen in diesem Bereich, für den der Rat ursprünglich keine Vorschläge vorlegen sollte, stehen vor allem im Zusammenhang mit der Getrennt- und Zusammenschreibung. Begriffe wie „pleitegehen“ und „bankrottgehen“ [alt „pleite gehen/sein“, „Pleite machen“, „bankrott gehen/sein“, „Bankrott machen“] sollen klein und zusammen geschrieben werden. In Briefen kann die Anrede „Du“ groß geschrieben [neue Rechtschreibung „großgeschrieben“] werden. Bezeichnungen wie „Hohes Haus“ für das Parlament oder die „Rote Karte“ im Sport sollen ebenfalls groß geschrieben [neu „großgeschrieben“] werden.
ZEICHENSETZUNG: Die Vorschläge in diesem Bereich betreffen die Kommasetzung. So soll etwa bei mit „und“ verbundenen Sätzen das Komma auf „selbstständige“ Sätze beschränkt werden. In einem Satz wie „Es war nicht selten, dass er sie besuchte (,) und dass sie bis spät in die Nacht zusammensaßen, wenn sie in guter Stimmung war“ soll ein Komma nach „besuchte“ nicht mehr zulässig sein. Bei Verwendung eines bloßen Infinitivs soll die Abtrennung durch ein Komma freigestellt werden. Ein Beispiel dafür wäre der Satz „Thomas dachte nicht daran(,) zu gehen.“ Dagegen soll in Sätzen nach dem folgenden Muster weiter ein Komma stehen: „Anna hat es nie bereut, diese Ausbildung gemacht zu haben.“
WORTTRENNUNG: Die Abtrennung von Einzelvokalen am Wortanfang und -ende soll prinzipiell ausgeschlossen werden. Beispiele dafür sind Trennungen wie „E-sel“, „Feiera-bend“ oder „Bi-omüll“.
Quelle: GMX „Themen,Beruf,Bildung,Schule“ www.gmx.net/sidbabhdfe.1143727925.1161.mypip2j2ed.73U/de/themen/beruf/bildung/schule/2131092.html am 30.03.2006.
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1901 bis 1998 |
1996 bis 2006 |
Seit 1. August 2006 |
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gmx Portal vom 31.8.07
eislaufen |
gmx Portal vom 31.8.07
Eis laufen |
gmx Portal vom 31.8.07
eislaufen |
(Vorläufiges) Endergebnis: Ein müder Kompromiss, ein Mix aus alter und neuer Rechtschreibung, ist fertig und angerichtet (was gilt und was gilt nicht? Und noch ein weiterer Duden steht im Bücherregal ...). In der Anpassung an gängige europäische Rechtschreib-Standards sind wir eigentlich überhaupt nicht vorangekommen. Einige meinen deshalb, wohl nicht ganz zu Unrecht, die Logik mache hier Pleite, gehe pleite, sei pleite, sei längst pleitegegangen (alle Varianten richtig, falsch dagegen: gehe Pleite), und die Schülerinnen und Schüler können einem nur noch leid tun bzw. Leid tun bzw. leidtun (dies die zurzeit gültige Schreibweise).
Zum Nachschlagen und Durchblättern: die neue deutsche Rechtschreibung
Zum Nachschlagen und Durchblättern: Rechtschreibwerkstatt für Kinder (mit Graf Ortho)
Beschluss der Elternkammer Hamburg vom 7.9.2004, veröffentlicht im Kurzinfo 2004, Nr. 8, Seite 2:
„Die Elternkammer Hamburg fordert alle Organe und Medien auf, die so genannte „neue Rechtschreibung” nicht länger in Frage zu stellen und sich an die neuen Regeln zu halten, um die Lernenden nicht weiter und immer wieder zu verunsichern und den Haushalten den Schaden durch erneut notwendig werdende Ausgaben für Lernmittel zu ersparen.”
Siehe