Rot
stift 2003"Zum 1. August 2003 kürzt die Behörde für Bildung und Sport (BBS) die Zuteilung von Lehrerstunden um durchschnittlich 3,5 Prozent, in einigen Schulformen je nach Stufe sogar über 10 Prozent. Es werden so genannte "Basisfrequenzen" eingeführt, die die bisherigen "Orientierungsfrequenzen" ersetzen. Sie legen fest, wie viele Schülerinnen und Schüler mindestens in einer Klasse unterrichtet werden müssen, damit die Schule genügend Lehrerstunden für den Unterricht der Grundstunden nach Stundentafel erhält. Bisher gewährte Teilungs- und Förderstunden müssen durch höhere Klassenstärken "erkauft" werden.
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Klassen/Schulform |
1 - 4 |
5 - 6 |
7 - 10 |
11 - 13 |
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Grundschule |
- 3,4 % |
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BEO Haupt-/Realschule |
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+ 5 % da zwei Stunden mehr Unterricht |
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Hauptschule |
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- 6,3 % |
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Realschule |
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- 1,0 % |
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IHR |
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- 9,9 % |
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Gymnasium |
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+ 3,4 % da zwei Stunden mehr Unterricht |
- 3,4 % |
- 8,0 % und mehr, je nach Einzelschule und Jahrgangsbreite |
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Gesamtschule |
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- 7,3 % |
- 8,6 % |
- 12,2 % |
Die Folgen sind größere Klassen, bis hin zu Zusammenlegungen, schlechtere Angebote im Wahlpflichtbereich und massive Kürzungen bei Angeboten von Grund- und Leistungskursen in der Oberstufe. Dies bedeutet weiter verschlechterte Lern- und Arbeitsbedingungen für Schülerinnen und Schüler. Vor dem Hintergrund der PISA-Studie ist diese Verschlechterung von Unterrichtsqualität nicht zu rechtfertigen."
Quelle: Ein Papier von LehrerInnenkammer, SchülerInnenkammer und Elternkammer Hamburg, im Juni 2003
Siehe Rotstift 2002
Siehe Rotstift 2004
Siehe auch LehrerInnenmangel und Arbeitszeit