Schreiben

 

schreiben < althochdeutsch scriban < lat. scribere < indoeurop. *skeribh- < *(s)ker- ritzen, schneiden, gravieren

Schrift < althochdeutsch scripft < lat. scriptum Linie, Schrift, Aufsatz, Abhandlung < scriptus geschrieben

engl. to write schreiben < altengl. writan kratzen, gravieren, schreiben (verwandt mit deutsch reißen) < indoeurop. *wer- abreißen, kratzen, griech. rhinē Raspel

 

 

Schriften

 

1. Druckschrift

Seit dreißig Jahren lernen die Kinder in der Grundschule Lesen durch Schreiben/Schreiben durch Lesen. Zuerst schreiben sie in Druckschrift, später kommt dann eine normierte Schulschreibschrift dazu. Daraus sollen die Kinder eine eigene Handschrift entwickeln.

Anlauttabelle bei Lesen durch Schreiben www.schreibschriften.ch/assets/images/Anlauttabelle-Grundschrift-Schreib-co_min.jpg

 

2. Schreibschriften

 

Die alte deutsche Schreibschrift Sütterlin wurde 1941 abgeschafft.

Beispiel

 

Die Lateinische Ausgangsschrift hat viele Girlanden, Bögen und Schnörkel. Sie wurde 1953 in der Bundesrepublik als Normschrift eingeführt.

Beispiel im Netz: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/a/a5/La-ges.jpg

 

In Hamburg wurde und wird bislang die Schulausgangsschrift gelehrt, die 1968 in der DDR eingeführt worden war. Sie ist einfacher als die Lateinische Ausgangsschrift. So werden bei den großen Anfangsbuchstaben die Schleifen weggelassen.

Beispiel

 

Parallel zur Schulausgangsschrift gibt es auch noch die Vereinfachte Ausgangsschrift, die seit 1973 als Alternative zur Lateinischen Ausgangsschrift eingesetzt werden kann, die sich aber nicht durchsetzte.

Beispiel im Netz: www.vereinfachte-ausgangsschrift.de/bilder/va.gif

 

Mit der Grundschrift („verbundene Druckschrift“) gibt es jetzt eine weitere Schrift. Sie wurde vom Grundschulverband entwickelt und soll die Vorteile von Grund- und Schreibschrift vereinen. Sie wird bereits an einigen Schulen in Deutschland gelehrt. Hamburg ist das erste Bundesland, das die verbundene Druckschrift als Alternative zur Schulausgangsschrift erlaubt.

Beispiel im Netz: http://ais.badische-zeitung.de/piece/02/6e/b4/eb/40809707-w-600.jpg

 

(Hamburger Abendblatt, 24.08.11, Seite 8)

 

 

Vorteile der Schreibschriften

-         Die Feinmotorik wird verbessert.

-         Groß- und Kleinschreibungen sind eindeutiger (das kleine und das große S zum Beispiel unterscheiden sich bei der Druckschrift nur durch ihre Größe).

-         Die einzelnen Wörter sind deutlicher voneinander abgegrenzt.

-         Das Schreiben geht „flüssiger“.

 

Vorteile der verbundenen Druckschrift

-         Die Kinder werden entlastet und motiviert (bei den Schreibschriften geht es anfangs nur mit „Abschreiben und Einbimsen“).

-         Die Schüler brauchen keine völlig neue Schrift zu erlernen.

-         Im Alltag spielt die Schreibschrift ohnehin keine Rolle mehr.

 

 

Der Bildungsplan für die Grundschule für das Fach Deutsch

Auftrag: Erziehung zur Selbstmotivation und die Entwicklung der Persönlichkeit

Bereiche: sprechen und hören, schreiben, richtig schreiben , lesen, mit Texten und anderen Medien umgehen, Sprache und Sprachgebrauch untersuchen

 

!. Klasse

2. Klasse

3. Klasse

4. Klasse

 

 

 

 

Beachtet das Kind Gesprächsregeln?

Das Kind sollte in einer für andere lesbaren Schrift schreiben können

Das Kind vertieft das bereits Erlernte

Zeichensetzung (Interpunktion) und Rechtschreibung (Orthografie) werden wichtiger.
Es soll im Zweifel das Wörterbuch oder PC-Rechtschreibhilfen nutzen können.

Kann das Kind sich verständlich ausdrücken und anderen zuhören?

Es sollte altersgemäße Texte weitgehend selbstständig lesen und das Gelesene auch verstehen und verständlich vorlesen können

Der Wissensstand aller Hamburger Drittklässler wird verglichen (Lernstanderhebung)

Texte können in unterschiedlichen Formen geschrieben werden (beschreibend, berichtend, erzählend, appellierend, argumentierend, instruierend, erfindend-kreativ)

Hat das Kind Interesse an Rollenspielen?

Beteiligt sich das Kind an Gesprächen und verhält es sich entsprechend den Regeln in verschiedenen Gesprächssituationen?

 

Das Kind soll flüssig und gut lesbar schreiben und Texte übersichtlich verfassen können.

Es sollte klar geformte Buchstaben und ungeübte Wörter schreiben können

Weiß das Kind, das Texte Leser haben?

 

Sie sollen grundlegende Funktionen eines Textverarbeitungsprogramms nutzen können

Kann es kleine Gedichte und Sprachspiele auswendig?

Kann es eigene Gedanken verständlich aufschreiben?

 

Das Kind sollte wissen, dass Leser den Text anders oder missverstehen können

Hat es verstanden, dass es mit Schrift eigene Gedanken ausdrücken kann?

Der Rechtschreib­grund­wort­schatz sollte überwiegend richtig geschrieben werden

 

Die Schüler lesen selbstständig und verstehen die Inhalte auch.

Am Ende des Jahres sollte es einen ungeübten Satz lesen und den Sinn verstehen können

Sucht das Kind nach eigenem Interesse Bücher aus und liest sie auch?

 

Arbeitsanweisungen lesen und verstehen sie und können sie umsetzen.

 

Kann es Aussagen eines Textes wiedergeben und Geschichten nach- und weitererzählen?

 

Sie kennen Kinderliteratur, Werke, Autoren, Figuren und Handlungen.

 

Erste eigene Gedanken zu Texten entwickeln, scih mit Texte auseinandersetzen und z.B. Bilder dazu malen

 

Sie recherchieren in Druck- und elektronischen Medien zu Themen und Aufgaben (in Kinderlexika, Sachbüchern, Suchmaschinen für Kinder im Internet), um gezielt Informationen zu erlangen

 

Gestaltet es in szenischen Spielen seine Rollen?

 

Das Lesen ist nun sehr differenziert. Die Schüler orientieren sich durch detailliertes, selektives und überfliegendes Lesen.

 

 

 

Geschichten, Gedichte und Dialoge können sie auswendig vortragen

 

 

 

Sie sollen ein Kinderbuch eigenständig aussuchen, es vorstellen und dabei unterschiedliche Medien zur Präsentation nutzen.

 

 

 

Am Ende der Grundschulzeit sollte das Kind diskutieren, Anliegen und Konflikte gemeinsam mit anderen klären, eigene Auffassungen formulieren und begründen sowie über sie betreffende Themen philosophieren können.

 

 

 

Das Kind soll deutlich sprechen und Sachverhalte nachvollziehbar vortragen können, z.B. mithilfe von Bildern. Das Kind soll in der Lage sein, eigene Anliegen argumentativ und dem Alter entsprechend vorzutragen

 

 

 

Sprache und Sprachgebrauch: Erkennt es Unterschiede zwischen gesprochener und geschriebener Sprache und erkennt es Fremdwörter?

 

 

 

Geht es mit Sprache experimentell um?

Lernentwicklungsgespräche mit den Eltern

Lernentwicklungsgespräche mit den Eltern

Lernentwicklungsgespräche mit den Eltern
Zensuren am Ende des Jahres, wenn die Eltern dies wünschen

Zensurenzeugnisse

 

(Hamburger Abendblatt, 25.08.11, Seite 12)

 

 

Siehe auch

Legasthenie

Lesen

Rechtschreibung

 

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