Checkliste für den Schulanfang - Quelle: kids-T-Online, im August 2002

 

Checkliste für den Schulanfang
Tipps vor dem Start
 

Was

Anmerkungen

 

Ausstattung

 

Schultasche

Bei der Wahl des Ranzen sollten Sie 2 Gesichtspunkte beachten: Die Sicherheit ( dafür sind Sie zuständig) und das Design ( dafür ist Ihr Kind zuständig)
Ein hochwertiger Ranzen hält länger und ist damit langfristig finanziell günstiger.
Die optimale Schultasche - Kurzcheck

  • DIN-Nummer 58124
  • Material Synthetik
  • Modell Hochformat
  • Gepolsterte Gurte, verstellbar
  • zusätzliche Reflektoren

Stifte

Verzichten Sie auf Stifte mit künstlichem Duft.
Buntstifte sollten qualitativ hochwertig sein.
Kaufen Sie gleich mehrere Bleistifte. Achten Sie auf den Härtegrad.
Kaufen Sie einen Stiftverlängerer, der zu kurze Stifte verlängert und so Verkrampfungen vorbeugt.

Schultüte

Füllen Sie die Schultüte nicht nur mit Süßigkeiten. Kleine Bücher, tolle Stifte, ein PC-Game, Haarspangen, Malutensilien, kleine Sport-Tools erfreuen die Kids auch- und vor allem: Die Freude daran hält länger, und es ist gesünder. (siehe weiter unten: "Ohne Schultüte geht gar nichts")

Einschulung

 

Kleine Feier?

Überlegen Sie, ob Sie zur Einschulung eine kleine Feier veranstalten wollen. Eventuell können Sie diese auch schon vor der Einschulung stattfinden lassen. Laden Sie zukünftige Klassenkameraden ein- das macht mehr Lust auf Schule und stärkt Ihr Kind.

Die Schule kennenlernen

In vielen Schulen gibt es einen so genannten "Schnuppertag"/"Tag der offenen Tür", an dem ältere Schüler, Eltern oder Lehrer den Neuen die Schule zeigen. Falls es so etwas in Ihrer Schule nicht gibt, regen Sie es doch an. Oder schließen Sie sich mit anderen Eltern zusammen und machen Sie mit der Schulleitung einen Tag ab, an dem Sie die Schule besuchen dürfen.

Organisation

 

Schlafen und Aufstehen

Lassen Sie Ihrem Kind für Morgentoilette, Frühstück und Schulweg genügend Zeit. Ihr Kind darf auf keinen Fall abgehetzt und ohne Frühstück in die Schule kommen. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind ausreichend Schlaf bekommt, 9 Stunden sind für ein Schulkind angemessen.

Pausenbrot

Wer macht das Pausenbrot für das Kind? Was soll es geben? Lassen Sie Ihr Kind mitbestimmen.

Fahrten zur Schule

Die Zeiten für Schulbeginn und Schulende sind in jedem Jahr meist identisch. Falls Ihre Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden müssen, stellen Sie einen Plan auf. Organisieren Sie mit anderen Eltern eine Fahrgemeinschaft. Überlegen Sie vorher: Wohin geht Ihr Kind, falls die Schule einmal unerwartet früher endet?

Alltag

Trennen Sie Schule und Freizeit. Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Zeiten für die Hausaufgaben und das Lernen fest. Die verbleibende Zeit ist frei!

Telefonverzeichnis

Erstellen Sie gleich zu Schulbeginn ein Telefonverzeichnis, in dem alle Rufnummern der Schüler und der Lehrer enthalten sind. Legen Sie genau fest, wer wen anruft, wenn einmal eine Telefonkette notwenig werden sollte.

Schulweg

Üben Sie mit Ihrem Kind den Schulweg so lange, bis es alle Anweisungen befolgt. Kontrollieren Sie Ihr Kind ab und zu, ohne dass es Sie bemerkt.

Arbeitsplatz einrichten

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind einen geeigneten Hausaufgabenplatz erhält. Er soll hell, ruhig und möglichst ohne Ablenkungen sein.

Fähigkeiten

 

 

Ihr Kind sollte zum Beginn des Schuljahres Auskunft geben können, wie es heißt und wo es wohnt.

Erreichbarkeit der Eltern

Außerdem sollte Ihr Kind mitteilen können, wo die Eltern erreichbar sind. Am besten geben Sie zur Sicherheit der Lehrerin Ihre Handynummer oder die Nummer, unter der Sie tagsüber zu erreichen sind.

Tägliche Verrichtungen

Ankleiden, Toilettengang, Essen- das sollte Ihr Kind selbstständig können. Üben Sie mit Ihrem Kind jeden Tag kleine Aufgaben, die es selbstständig verrichten kann, das fördert auch seinen Erfolg in der Schule. Sie sollten Ihrem Kind jetzt auch beibringen, wie man richtig telefoniert. Legen Sie ihm ein visuelles Telefonbuch an: Kleben Sie ein Bild von sich selbst in ein Heft und schreiben Sie Ihre Rufnummer in großen Zahlen daneben. Genauso verfahren Sie mit Freunden des Kindes, der Polizei und der Feuerwehr.

 

 

 

Ohne Schultüte geht gar nichts

 

 

 

Die Schultüte ist der Stolz eines jeden ABC-Schützen. Ausschließlich Süßigkeiten können allerdings kaum ein Kind begeistern.
Hier finden Sie einige Anregungen für den Inhalt:
Armbanduhr, Wecker, Poesiealbum, Freundebuch, Gummitwist, Springseil, Geldbörse, Buch, Stifte, Knete, Radiergummi, Spitzer, Kassette, Zahnbürste, Bastelmaterial, Wasserpistole, Rückstrahler für die Schultasche, Lineal, Taschenlampe, Lupe, Jojo, Sticker, Aufkleber, Kartenspiel, Quartett, Brotdose, Freikarte für Kino, Theater, Zoo.
Wenn Sie eine leichte kreative Ader haben, können Sie tolle Schultüten selbst basteln. Rohlinge gibt es im Fachhandel- diese verzieren Sie dann mit individuellen Motiven.
Tipp: Anstatt die Schultüte mit Zeitungspapier auszustatten, können Sie die Spitze mit Popcorn füllen.

 

 

 

 

Elternarbeit

 

 

 

Engagement für eine bessere Schule
Gute Schulen brauchen Eltern, die sich engagieren, nur dann können sie für den Schüler das Beste bieten.
Lesen Sie hier, welche Möglichkeiten es für Eltern gibt, in der Schule aktiv zu werden.
Elternabende und Sprechtage
Elternabende und Elternsprechtage sind eine gute Möglichkeit, die Lehrer Ihres Kindes besser kennen zu lernen und außerdem etwas über die Leistungen Ihres Kindes zu erfahren. Auch Konflikte können Sie in diesem Rahmen besprechen und klären. Am besten sollten beide Elternteile diese Möglichkeit des Austausches wahrnehmen. Fragen Sie unbedingt nach, wenn etwas unklar erscheint. Auch wenn Ihr Kind Probleme mit einem Lehrer hat, sollten Sie das ansprechen. Formulieren Sie immer positiv, klagen Sie nicht an- das bringt für beide Seiten nichts.
Elternabende sollten Sie nicht nur besuchen, wenn es Probleme gibt- ein guter Kontakt zu den Lehrern zahlt sich in jedem Fall aus.
Wenn Sie etwas mit dem Lehrer zu besprechen haben, machen Sie sich vorher Notizen und halten Sie fest, was Ihnen wichtig ist. Auch im Gespräch sind Notizen eine hilfreiche Gedächtnisstütze.

ElternvertreterInnen in der Schule: KlassenelternvertreterInnen, Mitglieder im Elternrat, in der Schulkonferenz

Es gibt einige Gremien, in denen Eltern aktiv werden können. Die Vorschriften für die Mitwirkung der Eltern sind wie alle Schulangelegenheiten Ländersache- fragen Sie daher am besten in Ihrer Schule nach.
Sie können sich zum Beispiel zum Elternvertreter wählen lassen. Die Elternvertretung hat folgende Aufgaben:

  • den Elternrat wählen
  • die Beziehungen der Eltern einer Klasse (Schulstufe) untereinander und mit den Lehrkräften zu pflegen,
  • bei Meinungsverschiedenheiten zwischen einzelnen Eltern und Lehrkräften zu vermitteln,
  • die Eltern über aktuelle Fragen der Schule zu informieren,
  • die Schule und die Lehrerinnen und Lehrer bei der Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrags zu unterstützen,

Mehr Engagement
Elternarbeit ist mehr als zu den Elternabenden zu gehen. Die Schule ist auf engagierte Eltern angewiesen, finanziell und personell. Hier einige Beispiel, wie Sie in Ihrer Schule etwas verändern können:

  • Ausflüge können oft wegen Personalmangels nicht stattfinden. Bieten Sie sich als "Hilfslehrer" an und begleiten Sie einen Ausflug als Aufsichtsperson.
  • Eltern können in Zusammenarbeit mit ihren Kindern viel dafür tun, dass die Schule schöner wird. Pflanzen im Klassenzimmer, gemütliche Einrichtungsgegenstände und vieles mehr lässt sich in Gemeinschaftsarbeit sicherlich beschaffen.
  • Gerade in der Grundschule ist es wichtig, dass die Kinder besonders viele sinnliche Erfahrungen machen. Falls Sie kreativ sind, könnten Sie kleine Spiele anfertigen.
  • ("Milchmütter und -väter":) In vielen Schulkiosken gibt es inzwischen Milch und Vollkornbrötchen statt Cola und Schokoriegel- oftmals nur, weil Eltern sich engagiert haben. Machen Sie Vorschläge, wie man die Situation der Schüler verbessern kann.
  • Kleine Feiern stärken den Zusammenhalt in der Klasse. Ob Geburtstagsfeier oder Weihnachtsfeier- ohne das Engagement der Eltern ist weniger möglich.
  • Haben Sie einen interessanten Beruf oder ein spannendes Hobby? Bieten Sie doch an, in den Projektwochen eine Gruppe zu leiten.
  • Tun Sie sich mit anderen Eltern zusammen und sammeln Sie Geld, das für Projekte in der Schule eingesetzt werden. Firmen sind hier gute Ansprechpartner.

Elternvertretung über die Schule hinaus: Mitarbeit im Kreiselternrat, in der Elternkammer, im Bundeselternrat, in der GEST,
daneben gibt es die Möglichkeit der Mitarbeit in freien Organisationen, wie zum Beispiel in der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule, in Initiativen und Zusammenschlüssen wie zum Beispiel dem ELTERNVEREIN HAMBURG e.V., etc.

 

 

 

 

Verkehrssicherheit beginnt zuhause

 

 

 

Gerade auf dem Weg zur Schule sind die Schul-Neulinge Gefahren ausgesetzt. Viel Neues stürmt auf sie ein und ihre Aufmerksamkeit wird stark beansprucht: Die Klassenkameraden, der neue Weg und der Straßenverkehr. Damit Ihr Kind diese Herausforderung gut meistert, hier unsere Tipps für den sicheren Schulweg.

Verkehrssicherheit beginnt zu Hause

Stellen Sie den Wecker so, dass Ihr Kind genug Zeit hat. Wenn Sie wissen, wie lange Ihr Kind zur Schule braucht, geben Sie noch 10 Minuten dazu- es gibt immer mal etwas zu sehen und zu bestaunen, das den Zeitplan durcheinander bringt. Goldene Regel: Keine Hetze! Wer sich beeilen muss, macht mehr Fehler- das gilt auch und besonders für die ABC-Schützen.

Regeln für die Planung
Bevor Sie mit Ihrem Kind den Schulweg abgehen, sollten Sie erst einmal selbst die Gegebenheiten begutachten. Dabei gilt generell: Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der sicherste.
Folgende Prioritäten für das Überqueren der Straße sollten Sie setzen:
1. Übergang mit Schulwegsicherung durch Schülerlotsen
2. Über- oder Unterführung
3. Übergang mit Druckknopfampel
4. Kreuzung mit Ampelregelung
5. Zebrastreifen

Viele Grundschulen haben auch einen "Schulwegsplan" ausgearbeitet- fragen Sie danach.

Üben, üben, üben
Wenn Sie die Strecke festgelegt haben, beginnt das Üben mit Ihrem Kind. So sollte Ihr Kind die Straße überqueren:

  • Gehen, nicht laufen. Ein laufendes Kind stolpert leicht.
  • Trotz Zebrastreifen oder Ampel immer nach links und rechts schauen
  • Die Straße nicht schräg, sondern gerade überqueren!

Üben Sie auch Krisensituationen. Kinder laufen oft durch parkende Fahrzeuge hindurch auf die Fahrbahn, wenn sie auf der anderen Seiten ein bekanntes Gesicht sehen oder ihnen etwas heruntergefallen ist. Gehen Sie mit Ihrem Kind in eine Spielstraße, in der Autos parken. Stellen Sie sicher, dass sich kein Auto nähert. Nun kann auf der anderen Straßenseite jemand den Namen des Kindes rufen oder Sie lassen etwas fallen. Trainieren Sie solche Situationen immer wieder, nur dann wird Ihr Kind angemessen reagieren.

Wichtig ist, dass Sie Ihrem Kind immer erklären, warum etwas so und nicht anders sein soll. Anweisungen, die Ihr Kind versteht, wird es in der Regel auch befolgen. Und wiederholen Sie immer wieder, welches Verhalten des Schülers erwartet wird. Aussprüche wie "Pass auf!" und "Sei vorsichtig!" reichen nicht aus. Loben Sie unbedingt, wenn Ihr Kind etwas richtig macht, das verstärkt die Bereitschaft, es zu wiederholen.
Wenn Ihr Kind mit dem Bus unterwegs ist, üben Sie folgende Fertigkeiten:

  • Warten an der Haltestelle
  • das richtige Einsteigen
  • das Verhalten im Verkehrsmittel
  • das Aussteigen.

Erst, wenn Sie mit Ihrem Kind mehrmals geübt haben und sicher sind, dass es alle "Lektionen" sicher beherrscht, können Sie es allein zur Schule gehen lassen. Tipp: Gehen Sie Ihrem Kind trotzdem ab und zu unbemerkt nach, um zu sehen, ob es alle Anweisungen befolgt.

Nicht nur Autos sind eine Gefahr
Die Fälle von Kindern, die einfach verschwinden, gehen immer wieder durch die Presse. Die Kids sollten von Anfang an lernen, dass sie nicht nur auf den Weg und den Straßenverkehr achten müssen, sondern auch auf potentielle Gefährdungen durch andere Menschen.

Folgende Tipps schützen Ihr Kind

  • Verdeutlichen Sie Ihrem Kind, dass es niemals zu einer fremden Person ins Auto steigt. Machen Sie klar, dass es keine Ausnahme gibt. Trainieren Sie mit Ihrem Kind Problemlösungen. Zum Beispiel: Ein Unwetter kommt auf, ein Fremder bietet an, das Kind zur Schule zu fahren. Was kann es stattdessen tun? 1. Sich unterstellen 2.In ein öffentliches Gebäude in der Nähe gehen 3. In ein Geschäft gehen und telefonieren usw. Je mehr Lösungsansätze Ihr Kind entwickeln kann, um so geringer ist die Gefahr, dass seine Hilflosigkeit von anderen ausgenutzt wird.
  • Kinder sollten, wenn möglich, zu zweit / zu dritt zur Schule gehen.
  • Bitten Sie Ihr Kind, niemals von Fremden Belohnungen oder Geschenke anzunehmen.
  • Wenn Ihr Kind von Autofahrern angesprochen wird, sollte es sich immer die Autonummer merken. Trainieren Sie das mit Ihrem Kind!

Geben Sie Ihrem Kind ein Handy mit, in das Sie 3-4 Rufnummern einprogrammieren, die es in einer Notsituation anrufen kann.

 

Quelle: kids-T-Online, im August 2002

Weitere Informationen zum sicheren Schulweg im Internet unter
„Mein Schulweg Trainer“ www.hamburger-bildungsserver.de/verkehrserz/welcome.htm
Schulweglänge in Hamburg www.schulweg.hamburg.de
www.schulwegplaene.de
www.zufusszurschule.de und
www.zufusszumkindergarten.de

Schulanfang für Eltern:
Infos und Tipps

Hamburger Bildungsserver zum Schulanfang:
Infos und Tipps zum Schulanfang

Stiftung Warentest: Schulranzen-Test (4/2009):
www.test.de/themen/kinder-familie/test/-Schulranzen/
Schulranzen: Test-Tabelle

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