Sprachförderunterricht
2004 hat Hamburg die Viereinhalbjährigen-Vorstellung in der Grundschule eingeführt. Diese Vorstellung dient der Überprüfung der geistigen, seelischen und körperlichen Entwicklungsstandes des Kindes und seines Sprachstandes. Sind die Kenntnisse nicht ausreichend, wird gefördert.
Bei der Diagnose „ausgeprägter Sprachförderbedarf“ sieht das Schulgesetz nach § 28 eine verpflichtenden Besuch der Vorschule vor. Die Kinder erhalten zusätzlich Sprachförderung, die nachmittags an den Grundschulen stattfindet.
HAVAS 5 (Hamburger Verfahren zur Analyse des Sprachstandes bei Fünfjährigen) ist ein Instrument zur Erfassung des Sprachstandes von Kindern in einer oder mehreren Sprachen. Es wird festgestellt, was das Kind kann. Daraus wird geschlossen, was noch zu tun ist. Das Auswertungsschema gibt es für acht Sprachen, sodass auch der Sprachstand in der Erstsprache des Kindes überprüft wird.
2008/2009 bekamen 20.101 Kinder (17,2% aller Kinder) schulische Sprachförderung. 36% konnten nach einem Jahr Förderung das Zusatzprogramm wieder beenden.
In den Sprachfördergruppen sind jeweils acht bis zwölf Kinder. Im Durchschnitt liegt die Größe bei 9 bis 10 Kindern. (Hamburger Abendblatt, 23.9.10, Seite 17)
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