Hamburg, 16.07.2001

Komitee "Eine integrierte Gesamtschule in Altona-Altstadt"

 

Gründung einer integrierten Stadtteilgesamtschule

  1. Es wird geprüft, ob eine Neugründung einer integrierten Stadtteilgesamtschule mit dem Namen "Bruno-Tesch-Gesamtschule" am Standort der jetzigen Bruno-Tesch-Gesamtschule getragen wird.

Dazu werden Gespräche geführt mit

  1. dem Stadtteilforum Altona-Altsstadt
  2. Stadtteilinitiativen in Altona-Altstadt
  3. Stadtteileinrichtungen
  4. den umliegenden eigenständigen Grundschulen Chemnitzstraße, Thadenstraße und Pestalozzischule
  5. den umliegenden HR/IHR-Schulen sowie dem Gymnasium Altona-Allee
  6. den umliegenden Gesamtschulen Max Brauer Schule, Rudolf Ross Gesamtschule, Gesamtschule Eidelstedt, Gesamtschule Bahrenfeld, Ida Ehre Gesamtschule, Gesamtschule Eppendorf
  7. der Fachschule für Sozialpädagogik
  8. den Vertretungen/AnsprechpartnerInnen von MigrantInnen und ethnischen Gruppen
  9. Gewerbetreibenden und VertreterInnen des Einzelhandels im Quartier, die bislang im Kontakt zum Komitee und/oder zur BTG stehen
  10. der Steg
  11. dem Gesamtschulbündnis mit allen darin vertretenen Gruppen
  12. den SchulleiterInnen an Hamburger Gesamtschulen, mindestens aber mit deren Vertretung
  13. Prof. Dr. Carl-Ludwig Furck, Gerhard Jürs, Prof. Dr. Ursula Neumann, Prof. Dr. Barbara Schenk, Hermann Schwarz
  14. der AfB sowie dem Initiativkreis Gesamtschule in der SPD
  15. den Parteien SPD, GAL sowie der Bürgerschaftsgruppe Regenbogen
  16. Senatorin Pape, Senator Maier, Staatsrat Lange, Landesschulrat Daschner, Schulaufsicht Gesamtschule
  17. Cornelia von Ilsemann, Uwe Leischner, Dietrich Lemke, Aart Papst, Jürgen Riekmann
  18. der VVN Altona
  19. dem Jugendbeauftragten der Polizeidirektion West, Diedrich Buizinga bzw. dessen NachfolgerIn
  20. den Eltern, die ihre Kinder zum 1.8.2001 an der BTG anmelden wollten sowie den Eltern, die sich auf die Elternbefragung im Dezember 2000 gemeldet hatten
  21. dem Elternrat der BTG
  22. dem SchülerInnenrat der BTG
  23. der Schulleitung der BTG sowie dem Kollegium, mindestens dem Vertrauensausschuss der BTG

 

  1. Über alle Gespräche werden Gesprächsnotizen angefertigt, die dem Komitee "Eine integrierte Gesamtschule für Altona-Altstadt" vorgelegt werden.
  2.  

  3. Sollte die Auswertung der Ergebnisse durch das Komitee "Eine integrierte Gesamtschule in Altona-Altstadt" ergeben, dass eine Gesamtschulgründung erfolgreich sein könnte, wird das Komitee folgende weitere Schritte koordinieren:
  1. die Suche nach dem Gründungskollegium
  2. die Suche nach der Elterninitiative zur Gründung der Schule
  3. die Suche nach WissenschaftlerInnen, die die wissenschaftliche Begleitung übernehmen können
  4. die Erarbeitung des Schulkonzepts

 

  1. Die Erarbeitung des Schulkonzepts wird vor Ort erfolgen. In öffentlichen Foren (Plakatierung/Ankündigung in regionaler Presse), zu denen neben den Stadtteilinitiativen und Stadtteileinrichtungen potenzielle Mitglieder aus dem Gründungskollegium und der Elterninitiative zur Gründung der Schule vom Komitee zusätzlich gezielt angesprochen werden, werden die Pfeiler des Konzepts ausgearbeitet. Dazu wird jeweils auch – soweit vorhanden - "externer Sachverstand" eingeladen.
  2.  

  3. Es soll geprüft werden, ob die Veranstaltungen in der BTG stattfinden können und ob die Ergebnisse in einer Dauerausstellung festgehalten werden können (eigener Raum in der BTG ?).
  4.  

  5. Es wird ein Antrag auf einen Schulversuch mit wissenschaftlicher Begleitung gestellt.
  6.  

  7. Das Konzept der integrierten Stadtteilgesamtschule ist an folgenden Eckpunkten entlang zu entwickeln:
  1. Integrierte Gesamtschule
  2. Zweizügigkeit
  3. Obligatorische Ganztagsschule
  4. Stadtteilschule (u.a. strukturelle Verzahnung mit Einrichtungen und evt. Initiativen des Stadtteils über den Wahlpflichtbereich)
  5. Multikulturelles Konzept
  6. Zeitgemäße Auseinandersetzung mit dem Namen und der Zeitgeschichte zu "Bruno-Tesch": Auseinandersetzung mit Rassismus, Rechtsextremismus und Gewaltbereitschaft
  7. Binnendifferenzierung ohne äußere Fachleistungsdifferenzierung /systematisches Training zur Arbeit in heterogenen Lerngruppen
  8. Systematisches Training zur Arbeit in heterogenen Klassen (u.a. Tischgruppenarbeit und Tischgruppentraining)
  9. Weiterführung der Arbeit mit Kindern aus Integrationsklassen und integrativen Regelklassen
  1. Beispiel für die Erarbeitung des Eckpfeilers "Zweizügigkeit":
  1. Der Fachgruppenvorstand Gesamtschulen der GEW wird von dem Komitee "Eine integrierte Gesamtschule für Altona-Altstadt" aufgefordert, das am 10.11.1999 bei der Max-Traeger-Stiftung eingereichte, aber bis heute nicht genehmigte Forschungsprojekt "Erarbeitung von Material zur Thematik ‚Kleine Gesamtschule’ " (s. Anlage)
    - zu aktualisieren,
    - eine neue Kollegin bzw. einen neuen Kollegen zu gewinnen, der die Forschungsarbeiten übernimmt
    und den Bundesfachgruppenausschuss Gesamtschule der GEW zu bitten, den Antrag erneut zur Beschlussfassung bei der Max-Traeger-Stiftung einzureichen.
  2. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts werden in einem Forum der Öffentlichkeit präsentiert (Fortbildungsseminar mit öffentlicher Veranstaltung am Abend).
  3. Ausarbeitung eines konkreten durchgerechneten Konzepts durch eine AG.
  4. Das Konzept wird dem Komitee "Eine integrierte Gesamtschule für Altona-Altstadt" vorgestellt.
  5. Das Komitee stellt sicher, dass die Stadtteileinrichtungen und Stadtteilinitiativen – soweit sie nicht ohnehin an der Erarbeitung beteiligt waren – informiert werden und Möglichkeit zur Rückmeldung haben.
  6. Das Komitee formuliert die Beratungsergebnisse .
  7. Das Komitee veröffentlicht eine Pressemitteilung und lädt zu einer Pressekonferenz ein.

 

Susanne Gondermann, E-mail: s.gondermann[at]t-online.de

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