ARGE

Arbeitsgemeinschaft der
Elternräte der Gesamtschulen in Hamburg

 

ARGE Arbeitsgemeinschaft der Elternräte der Gesamtschulen in Hamburg

Hamburg, den 13.01.2006

 

 

                        Presseerklärung

 

Betrifft: Hamburger Abendblatt vom 13.01.06

            „Abi am Gymnasium mehr wert als an der Gesamtschule“

 

Die Überschrift ist reine Polemik!

 

Als Elternräte der Gesamtschulen wehren wir uns gegen die

ungerechtfertigte Berichterstattung über die LAU 13 Ergebnisse.

Beim Abschneiden der Gymnasialschüler bleibt unerwähnt, wie sehr in den

Jahren zuvor in den Gymnasien aussortiert und abgeschult wurde, so dass

am Ende nur eine elitäre Schülerschaft übrig bleibt.

Die Gesamtschulen dagegen fördern gerade diese aussortierten Schüler und

bringen sie zu höheren Abschlüssen als es anderen Schulformen gelingt

und werden gerade damit der OECD Forderung nach einer höheren

Abiturientenquote gerecht. Von den Schülern, die an Gesamtschulen das

Abitur erreichten, hatten 72 % nach Klasse 4 keine Gymnasialempfehlung.

Somit wird die Gesamtschule ihrem Bildungsauftrag gerechter als das

Gymnasium. Man kann die Differenzierung der unterschiedlichen Abschlüsse

nur unter der Prämisse der unterschiedlichen Schülerschaft sehen. Ziel

sollte es sein, durch eine bessere individuelle Förderung, bessere

Ergebnisse bei allen Schülern zu erreichen.

Unabhängig davon, erreichen leistungsstarke Schüler an Gesamtschulen

ebenso gute Ergebnisse wie Gymnasialschüler.

Die Aussage, dass ein Abitur an einer Gesamtschule weniger wert ist als

an Gymnasien ist eindeutig falsch, da die Noten identisch sind und das

Zentral-Abitur für alle SchülerInnen gleich gewertet wird.

 

Sybille Marth

für den ARGE-Vorstand

 

 

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