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ARGE |
Arbeitsgemeinschaft der |
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ARGE Arbeitsgemeinschaft der Elternräte der Gesamtschulen in Hamburg |
Hamburg, den 31. Januar 2002 |
Presseerklärung
Ausländische Kinder und Jugendliche in Hamburg
Die Ausländerbeauftragte des Hamburger Senats Prof. Dr. Ursula Neumann berichtete in der ARGE über ihre Arbeit
PISA hat gezeigt, dass das deutsche Schulsystem für soziale Ausgrenzung sorgt und dass Schulen dazu beitragen, soziale Ungerechtigkeiten nicht zu beseitigen, sondern zu stützen. Um "ähnliche Gruppen" (Homogenität) herzustellen, wird im Zweifelsfall auf Differenzierung gesetzt. Die Studie hat aber nun gerade gezeigt, das erfolgreiche Schulsysteme sich dadurch auszeichnen, dass – unter Verzicht auf eine Mittelstufe ("Sek I") – alle Kinder unsortiert zusammen bleiben und zusammen lernen. Durch eine solche Förderung werden hohe Übergangsquoten zur Oberstufe erreicht, die, wie wir wissen, gerade für Deutschland immer wichtiger werden.
Zweisprachigkeit, so führte Frau Neumann in der ARGE aus, sei als Ziel im Schulgesetz verankert (§3). Immerhin ein Drittel der Kinder wachse in Hamburg so auf. Mehrere Schulen in Hamburg haben sich darauf eingestellt und unterrichten zweisprachig. Die meisten Lehrkräfte aber brauchen Fortbildung, um zu lernen, damit umzugehen. Statt Abwehr- und Verhinderungsstrategien zu entwickeln, sollten die damit verbundenen Chancen erkannt werden: interaktiver Sprach- und Kulturerwerb.
Frau Neumann: Schon in der Kita sollte systematischer Sprachunterricht erfolgen. Dies wird den Unterricht in den höheren Klassen verändern. Alle Kinder, auch die deutschen, müssten den sinnvollen Umgang mit Mehrsprachigkeit lernen.
Bildungssenator Rudolf Lange, so wird berichtet, habe ausgeführt, die FDP stehe für gesellschaftliches interkulturelles Engagement, deshalb müsse es ausreichend Investitionen geben, damit Kinder gut vorbereitet in die Schulen kämen. Ein solch investives Engagement für die Integration muss aber, weil auch ältere Kinder gefördert und integriert werden müssen, nach der Vorschulerziehung weitergehen.
Das integrierte Schulsystem Gesamtschule hat auf diesem Gebiet der Integration von MigrantInnen Entscheidendes geleistet und wird dies auch weiterhin tun. Für die Weiterentwicklung zukunftsorientierter pädagogischer Konzepte bleibt es unerlässlich, dass alle Standorte der Gesamtschulen erhalten, unterstützt und weitere geschaffen werden.
Für den ARGE-Vorstand
Klaus-Peter Schiebener