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*** Presseerklärung der GEST ***
*** 28. November 2011 ***
Eltern wollen gute Schulen Wenn es um ihre Kinder geht, wollen die meisten Eltern nur das Beste. Deshalb begrüßen es Eltern, wenn sich Schulen Gedanken um Lernkonzepte machen, Neues ausprobieren und sich interessante Profile zulegen. Also Schulentwicklung zum Wohl der Schüler betreiben. An solchen Schulen herrscht daher großer Andrang, wie es die Anmeldezahlen an Stadtteilschulen wie beispielsweise der Max-Brauer-Schule und der Stadtteilschule Bergedorf, aber auch des Gymnasiums Klosterschule belegen. In der Schul- und Unterrichtsentwicklung liegt die große Chance der Stadtteilschulen, sich im Rahmen der geltenden Rahmenpläne zu profilieren und sich neue Schülerklientel zu erschließen, die sie bekanntlich ja auch zum Abitur führen soll. Das gilt gerade auch für die ehemaligen Haupt- und Realschulen, die sich zu Schulen für alle Kinder entwickeln sollen. Deshalb begrüßt die Gemeinschaft der Elternräte an Stadtteilschulen in Hamburg (GEST) den Bürgerschaftsantrag der GAL, nachdem sich in Zukunft die Schulen einen Teil der Schülerschaft nach eigenen Kriterien selbst aussuchen dürfen soll. Gerade an den Stadtteilschulen kann so die gewünschte Heterogenität der Schülerschaft hergestellt werden, die für einen kompetenzorientierten und individualisierten Unterricht förderlich ist. Jens Fricke von der Gemeinschaft der Elternräte an Stadtteilschulen in Hamburg (GEST) sagt hierzu: Ein gesteuertes Anmeldeverfahren helfe den Schulen, die sich das Vertrauen der Elternschaft erarbeitet haben, auch in Zukunft die gewünschte Durchmischung der Schülerschaft zu erreichen. Es gehe nicht um eine soziale Spaltung, sondern um die Vermeidung beziehungsweise langfristige Aufhebung der sozialen Spaltung. Wenn der Schulleiter der Stadtteilschule Wilhelmsburg in der taz sagt, er habe keine Idee, wie er seine Schule für Kinder aus Eppendorf attraktiv machen könne, so ist ihm aus Elternsicht zu sagen, er möge vielleicht zunächst seine Schule für die Eltern aus Wilhelmsburg attraktiv machen. Wenn er das schafft und viele Wilhelmsburger Schüler mit Gymnasialempfehlung auf seine Stadtteilschule gehen, hat er schon sehr viel erreicht und dann auch die heterogene Schülerschaft, deren Fehlen er in der taz so sehr beklagt. Hintergrund: Im Rahmen des aktuell von Senator Rabe endgültig beendeten Besonderen Aufnahmeverfahrens, nachdem bislang 13 Stadtteilschulen und Gymnasien innerhalb einer gewissen Quote auch Schülerinnen und Schüler nach anderen Kriterien als dem Wohnortprinzip aufnehmen durften, führte das Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) eine Evaluation durch. Dem LI zufolge kann eine „mit großem Einsatz erarbeitete Profilierung durch die Aussetzung des Verfahrens in Gefahr sein“, wenn das unmittelbare sozioökonomische Umfeld ungünstig ist. Weiter heißt es im Evaluationsbericht zu den Besonderen Aufnahmeverfahren: „Die regionale Öffnung der Stadtteilschulen, verbunden mit einem unverkennbaren Profil ist eine Möglichkeit, Standorte in benachteiligten Stadtteilen stark zu machen. Gewinner sind nicht zuletzt die Schülerinnen und Schüler aus dem Einzugsbereich, die durch einen sozialen Mix und interessante Schul- und Unterrichtsentwicklung profitieren.“
Für den Vorstand der GEST: Robert Schneider Jens Fricke Gaby Geisler
Hamburg, 28.11.2011 GEST - Gemeinschaft der Elternräte an Stadtteilschulen in Hamburg
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