ARGE

Arbeitsgemeinschaft der
Elternräte der Gesamtschulen in Hamburg

 

ARGE Arbeitsgemeinschaft der Elternräte der Gesamtschulen in Hamburg

Hamburg, den 25. Januar 2002

 

Presseerklärung zur PISA-Studie ("Programme for International Student Assessment")

 

  1. Die Ergebnisse der PISA-Studie hat für große Aufregung gesorgt. Berufene und Unberufene haben inzwischen Stellung bezogen. Oft sind es leider Schuldzuweisungen:
    – die Schülerinnen und Schüler seien nicht motiviert genug,
    – Lehrkräfte zeigten zu wenig Einsatz,
    – hoher AusländerInnenanteil (Sprachschwierigkeiten),
    – gleichgültige Eltern, die ihren Erziehungspflichten nicht nachkämen.
  2. Dass die Bildungs- und Sozialpolitik ihrem Auftrag nicht gerecht wurde, wird nur am Rande vermerkt. Spar- bzw. Kürzungshaushalte, die zur Streichung von Förder-, Teilungs- und Beratungsstunden führten, z.B. die Wegnahme der psychologischen BetreuerInnen aus den Gesamtschulen, zu wenige und dadurch überlastete Lehrkräfte (Burn-out-Syndrom, frühzeitige Pensionierungen aufgrund ständiger körperlicher Überbeanspruchung als Regelfall), teure Kita- und Hortplätze (gesellschaftliche und wirtschaftliche Überlastung der Eltern, mehrfach belastete Mütter und Alleinerziehende), Unterrichtsausfall, fehlende SozialpädagogInnen an den Schulen haben sicher zur Situation beigetragen.
  3. Die Arbeitsgemeinschaft der Elternräte der Gesamtschulen in Hamburg hat sich bisher stets gegen solche Leistungstests gewandt. Unser Motto "Nicht durch Wiegen, sondern durch Füttern wird ein mageres Schwein fett" machte dies deutlich.

Beim Füttern hat Hamburg eigentlich gute Voraussetzungen.

 

 

Deshalb stellt die ARGE fest:

 

Die ARGE fordert den Hamburger Senat auf, die Impulse, die von der PISA-Studie ausgehen können, aufzunehmen und Bildungsausgaben nicht nur als Kosten, sondern als Zukunftsinvestitionen zu sehen.

 

Für den ARGE-Vorstand

Lothar Hüneke

 

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